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Stickoxid-Messstationen sollen überprüft werden

Nürnberg. In vielen deutschen Städten werden hohe Stickstoffdioxidwerte gemessen. Doch sind die Werte korrekt? Die EU sagt: ja. Die Verkehrsminister wollen die Messungen überprüfen lassen.

Stickoxid-Messstationen sollen überprüft werden

Fahrzeuge an der Messstation für Feinstaub und Stickoxide am Stuttgarter Neckartor. Foto: Bernd Weissbrod

Im Streit um mögliche Fahrverbote für Dieselautos wegen zu hoher Stickoxidwerte sollen die Messstationen in Deutschland überprüft werden. Dafür sprachen sich die Verkehrsminister von Bund und Ländern bei ihrer Konferenz in Nürnberg aus.

„Ich freue mich, dass in der Verkehrsministerkonferenz eine Mehrheit für die Überprüfung der Messstationen gefunden wurde - ob die nach diesen Vorgaben auch richtig angebracht sind“, sagte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU). Denn wenn man zu Maßnahmen greifen müsse, müssten diese „auch rechtssicher sein“.

Die in der EU vereinbarten Grenzwerte seien natürlich einzuhalten, hatte Scheuer zuletzt gesagt. Er habe aber Zweifel, „ob in Madrid, Brüssel, Marseille oder Rom die Schadstoffbelastung genauso exakt gemessen wird wie in deutschen Städten“.

Die Konferenz wies in ihrem Beschluss darauf hin, dass Deutschland zu Millionenzahlungen aus Steuermitteln verpflichtet sei, wenn es die Stickoxidgrenzwerte weiter überschreitet. „Schon vor diesem Hintergrund ist die durch den Bund angekündigte Überprüfung sinnvoll.“ Dabei müssten Fragen geklärt werden wie die Repräsentativität der Messungen für einen größeren Bereich, die richtige Platzierung der Mess-Instrumente sowie die Vermeidung von Messungen unterhalb von Bäumen.

Die EU-Kommission hat derweil das System von Messstationen überprüfen lassen, das in vielen Städten seit Jahren überhöhte Stickoxidwerte ermittelt hat. Laut einem „Spiegel“-Bericht sind die Geräte demnach den Vorgaben gemäß aufgestellt und liefern verlässliche Ergebnisse. Beim Stickstoffdioxid gebe es nur in Mönchengladbach kleinere Beanstandungen. Die Stationen in den schwer belasteten Innenstädten von München und Stuttgart hingegen arbeiteten korrekt. Auch das Bundesumweltministerium hatte die Bedenken zurückgewiesen.

In Deutschland wurde der Grenzwert für Stickstoffdioxid (NO2) nach Daten des Umweltbundesamts im vergangenen Jahr noch in rund 70 Kommunen überschritten. Im Jahr zuvor waren es 90 Städte gewesen.

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