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Streifzug durch Berlin-Neukölln

Berlin. Wenn von „Neuköllner Verhältnissen“ die Rede ist, geht es meist um soziale Probleme und organisierte Kriminalität. Eine sehr verengte Sichtweise. Der Berliner Stadtteil ist längst auch ein Sehnsuchtsort für junge Menschen aus aller Welt.

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Im Lokal „Roter Löwe“ finden u.a. Lesungen junger Autoren statt - hier singt der A Capella-Chor „„Zimmmt““. Foto: Robert Günther

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Hummus-Teller bei „Azzam“ - leckeres arabisches Essen zu finden, ist in Neukölln eine Leichtigkeit. Foto: Robert Günther

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Radfahrer auf dem Tempelhofer Feld: Das ehemalige Flughafengelände ist heute ein beliebter Ausflusgort für die Berliner - aber auch für Touristen. Foto: Robert Günther

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Neukölln ist einmal aus Rixdorf hervorgegangen, dem alten böhmischen Viertel. Foto: Robert Günther

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Rixdorf, das böhmische Viertel, wirkt fast schon dörflich - ein starker Kontrast zu vielen anderen Gegenden Neuköllns. Foto: Robert Günther

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Kaffeebude „Rixbox“ am sogenannten Plaza, dem Alfred-Scholz-Platz in Neukölln - ästhetisch wahrlich kein schöner Ort. Foto: Robert Günther

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Tanzen bis zum Morgen: Das „SchwuZ“ ist Neuköllns größter Schwulenclub. Foto: Guido Woller/SchwuZ

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„Prinzessinnengärten Smash“ ist einer der Drinks, der im „Velvet“ angeboten wird - mit Kräutern aus einem urbanen Garten in Berlin. Foto: szubska/Hocoo.co

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Samer Ahmad arbeitet im Lokal „Azzam“ - Neukölln ist stark durch arabische Einwanderer geprägt. Foto: Robert Günther

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Kulinarische Anlaufstelle in Neukölln: Ghassan Hassoun ist Inhaber des libanesischen Lokals „Al Andalos“. Foto: Robert Günther

An der Stelle, wo früher eine große Kreuzung war, befindet sich heute eine Kaffeebude. Der Platz, auf dem sie seit wenigen Jahren steht, heißt eigentlich Alfred-Scholz-Platz.

Er ist benannt nach einem SPD-Politiker, der in den Goldenen Zwanzigern erster Neuköllner Bezirksbürgermeister war. Örtliche Hipster nennen den Platz aber nur „den Plaza“. Die Ironie liegt auf der Hand, wenn man den Ort sieht. Mit Pomp und Größe hat er wenig zu tun. Da stehen ein Schnäppchen-Center, ein Spätkauf und eben die Kaffeebude. Die „Rixbox“ heißt so, weil sie genau am Eingang von Rixdorf steht, dem böhmischen Viertel, aus dem Neukölln entstanden ist - und dort bekommt man sämtliche Kaffeetrendgetränke, aber auch veganes Essen.

Neukölln ist ein Stadtteil im stetigen Wandel, ein kultureller Schmelztiegel. Das Viertel ist stark türkisch und arabisch geprägt, vor allem die drei großen Straßen Sonnenallee, Karl-Marx-Straße und Hermannstraße. Das besondere Flair zieht viele Touristen an.

Auf dem Plaza begegnet man dem Neuköllner Personal in seiner ganzen Vielfalt. Internationale Studenten, junge Unternehmer und Airbnb-Partytouristen. Gleichzeitig sieht man viele Obdachlose. Die meisten türkischen Restaurants gibt es auf der Karl-Marx-Straße, die am Plaza vorbeiführt und südlich davon nur noch einspurig ist. Das Projekt, das sich für die Entschleunigung und Aufwertung des Viertels verantwortlich zeigt, nennt sich „Aktion Karl-Marx-Straße“. Dass es jetzt den Plaza gibt, ist ebenfalls ihr zu verdanken.

Keine Frage, dieser Ort ist hässlich und komplett zusammengewürfelt. Von der kaputten Oberfläche sollte man sich aber nicht täuschen lassen. Hier und in unmittelbarer Nähe des Plazas findet man auch jenes Neukölln, dessen Dichte an Cafés und Bars kaum noch steigerbar scheint und das zum internationalen und nationalen Sehnsuchtsort junger Menschen geworden ist - obwohl die Mieten in den vergangenen Jahren stark gestiegen und der Wohnraum knapp geworden ist.

Ein guter Startpunkt, um dieses kosmopolitische Neukölln zu entdecken, ist der Platz allemal. Von hier aus läuft man den Rollberg hinauf in den Schillerkiez, der neben den vielen netten Cafés vor allem einen großen Vorteil hat: das Tempelhofer Flugfeld. Besonders im Sommer lässt es sich hier gut aushalten, da ist der ehemalige, 350 Hektar große Flugplatz voll mit jungen Menschen.

In der anderen Richtung geht es vom Plaza aus nach Rixdorf. Das Viertel ist mit seinen niedlichen Fachwerkhäusern eine unerwartete Idylle und Gegenpol zur lauten Karl-Marx-Straße.

Bars en masse finden sich vor allem in Kreuzkölln, dem Kiez, der nördlich der Sonnenallee liegt. Das Bier ist hier meistens nicht besonders teuer, außerdem darf man in sehr vielen Bars rauchen. Am verrauchtesten ist es wahrscheinlich in der Bar „Das Gift“. In dieser sogenannten Expat-Bar wird fast ausschließlich Englisch gesprochen.

Besonders am Wochenende platzen viele dieser Bars aus allen Nähten. Vor der Bar „TiER“ gibt es deswegen eine Ampel, die anzeigt, wie voll es drinnen ist. Freitags und samstags steht sie fast immer auf Rot.

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Im Lokal „Roter Löwe“ finden u.a. Lesungen junger Autoren statt - hier singt der A Capella-Chor „„Zimmmt““. Foto: Robert Günther

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Hummus-Teller bei „Azzam“ - leckeres arabisches Essen zu finden, ist in Neukölln eine Leichtigkeit. Foto: Robert Günther

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Radfahrer auf dem Tempelhofer Feld: Das ehemalige Flughafengelände ist heute ein beliebter Ausflusgort für die Berliner - aber auch für Touristen. Foto: Robert Günther

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Neukölln ist einmal aus Rixdorf hervorgegangen, dem alten böhmischen Viertel. Foto: Robert Günther

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Rixdorf, das böhmische Viertel, wirkt fast schon dörflich - ein starker Kontrast zu vielen anderen Gegenden Neuköllns. Foto: Robert Günther

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Kaffeebude „Rixbox“ am sogenannten Plaza, dem Alfred-Scholz-Platz in Neukölln - ästhetisch wahrlich kein schöner Ort. Foto: Robert Günther

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Tanzen bis zum Morgen: Das „SchwuZ“ ist Neuköllns größter Schwulenclub. Foto: Guido Woller/SchwuZ

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„Prinzessinnengärten Smash“ ist einer der Drinks, der im „Velvet“ angeboten wird - mit Kräutern aus einem urbanen Garten in Berlin. Foto: szubska/Hocoo.co

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Samer Ahmad arbeitet im Lokal „Azzam“ - Neukölln ist stark durch arabische Einwanderer geprägt. Foto: Robert Günther

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Kulinarische Anlaufstelle in Neukölln: Ghassan Hassoun ist Inhaber des libanesischen Lokals „Al Andalos“. Foto: Robert Günther

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