Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Junge "Regional-"Forscher geehrt

11.10.2007

Südlohn/Kreis Jungen Menschen Zugang zur westfälischen Landeskunde ermöglichen zu wollen - damit begründete Vorstandsmitglied Hendrik Schulze Ameling das Engagement der Gesellschaft für historische Landeskunde des Westlichen Münsterlandes, Preise für Facharbeiten auszuloben, die sich mit Regionalgeschichte befassen. Jede Arbeit habe einen Umfang von zehn bis zwölf Seiten, vorgeschrieben vom Land NRW im 12. Jahrgang, erläuterte er die Hintergründe.

Flüchtlingssiedlungen

Den ersten Preis erhielt Martin Jeschar (18) vom Alexander-Hegius-Gymnasium (AHG) in Ahaus für seine Erdkunde-Facharbeit über "Vertriebene und Flüchtlinge im Altkreis Ahaus nach dem Zweiten Weltkrieg. Räumlich-geographische Aspekte einer historisch erzwungenen Mobilität". Er erforschte den Neustart der Flüchtlinge, zu denen auch seine Großmutter zählte. Wie die Moorbachsiedlung in Ahaus wurden Wohnsiedlungen für Flüchtlinge weit entfernt vom Ortskern angelegt. Trotz mangelnder Unterstützung der Stadt- und Kreisarchive entstand eine stattliche Sammlung an Fakten, begleitet und gelenkt von seinem Lehrer Hartmut Liebermann.

Der zweite Preis ging an Ann-Christin Busch (19), Schülerin des Gymnasiums Georgianum Vreden. Sie wertete 100 erst kürzlich entdeckte Feldpostbriefe von Heinrich Kleingries aus Gaxel aus. "Es ist der totale Krieg - Feldpostbriefe - das persönliche Gesicht des Krieges", lautete ihre Arbeit.

Feldpostbriefe

Enttäuschend für sie und ihren Lehrer Hendrik Schulze Ameling war es, dass sie keine Aussagen zum Kriegsgeschehen oder zur Politik der Zeit fanden, sondern nur Kommentare über das Wetter, über die Ernte zu Hause und die Gesundheit seiner Familie.

Sieben Schülerinnen der Klassen 9e und 10d der Anne-Frank-Realschule Ahaus erhielten erstmalig den Sonderpreis für ein fiktives Briefprojekt an die real existierende Thea Schlösser aus Ahaus und die Recherchen über das Schicksal der Familie Schlösser. Thea überlebte als einzige ihrer Familie durch die rechtzeitige Flucht nach England. Recherchen ihres Lehrers Hermann Löhring ergaben, dass sie heute 83-jährig in den USA lebt. emk Kreisseite

Lesen Sie jetzt

Halterner Zeitung Volksinitiative gegen Straßenbaugebühren

Schlagloch an Schlagloch - warum Familie Kamps den Straßenausbau trotzdem verschieben will