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SPD: Kosten für Neubau sind nicht zu halten

Neuer Trakt für die St. Vitus-Grundschule in Südlohn

Im September soll mit dem Neubau für die Südlohner Stl-Vitus-Grundschule begonnen werden. 6,2 Millionen Euro hat die Verwaltung für das Bauvorhaben veranschlagt. Für die SPD steht jetzt schon fest: Diese Summe ist nicht einzuhalten.

Südlohn

, 26.03.2018
SPD: Kosten für Neubau sind nicht zu halten

Nach Ostern sollen auch Bodenplatte und Fundamente des ehemaligen Schultraktes entfernt werden. © Markus Gehring

Endlich, mag Dr. Joachim Musholt gedacht haben, als der Schul-, Jugend- und Sozialausschuss in seiner jüngsten Sitzung mit dem 6,2 Millionen Euro teuren Ersatzbau an der St.-Vitus-Grundschule in Südlohn befasst wurde. Der SPD-Ortsvorsitzende und sachkundige Bürger in diesem Ausschuss hatte im Vorfeld seine Verwunderung darüber geäußert, dass „der zuständige Fachausschuss“ bei dem seit über einem Jahr virulenten Thema noch nicht involviert war.

Das wurde von Seiten der Verwaltung nicht so gesehen. „Das Planungs-Grundkonstrukt wurde im Januar 2017 im Sozialausschuss vorgestellt“, stellte Werner Stödtke für das Schulamt klar. Allerdings: „Es gab viele Entwürfe, es gab viele Skizzen“, hatte Bauamtsleiter Dirk Vahlmann bei der Einleitung in den Tagesordnungspunkt zuvor berichtet, dass die Planung mehrfach verändert wurde.

SPD: Kosten für Neubau sind nicht zu halten

Die Mitglieder des Ausschusses trafen sich in der Vitus-Grundschule. Foto: Bernd Schlusemann

Aus der ursprünglichen Planung für eine zweizügige Schule ist jetzt eine Dreizügigkeit geworden. Der Rat hatte es, nachdem die neuen Schüler- und Bedarfszahlen bekannt wurden, in diesem Jahr abgelehnt, die 6,2 Millionen-Euro-Marke für das Neubauprojekt zu überschreiten. Um die Dreizügigkeit in dem Neubau dennoch realisieren zu können, war der Architekt und Bauamtsleiter zuletzt ans Raumvolumen gegangen.

Raumvolumen verringert

Beispielsweise wurden die Klassengrößen von 79 auf 74 Quadratmeter verkleinert. „Die Einsparung beim Raumvolumen führt zu den gleichen Kosten“, erklärte Dirk Vahlmann dem Ausschuss. So sei es gelungen, die Schule bei gleichem Kostenrahmen für Neubau und Umbau des Altbaus dreizügig zu machen.

Wie der Bauamtsleiter ausführte, wird nach Ostern die Bodenplatte des im Vorjahr abgerissenen Altbaus entfernt. Vor dem Winter habe man darauf verzichtet, weil das Baustellenloch sonst voll Wasser laufen würde, erklärte der Bauamtsleiter.

Baubeginn für den neuen Schultrakt soll nun im September sein. Dirk Vahlmann geht von einer Fertigstellung Ende 2019 aus. Danach sollen die auf dem Schulhof platzierten Container abgebaut und das neue Gebäude bezogen werden. „Anfang 2020 wollen wir mit dem Altbau beginnen“, ergänzte Vahlmann die Bauzeitenplanung.

Sehr kritisch sah Joachim Musholt die Ausführungen der Verwaltung. „Ich glaube nicht, dass die Baukosten einzuhalten sind“, rechnet er bis 2020 mit einer Steigerung der Baukosten um 20 Prozent. „Das ist solide berechnet“, teilte Bauamtsleiter Dirk Vahlmann den Pessimismus des Sozialdemokraten nicht. Dem dauert auch die Zeit bis zur Gesamtfertigstellung der Schule zu lange. „Das ist für die Schüler unzumutbar“, meinte Musholt.

2019 Beginn in Oeding

In diesem Zusammenhang konnte Joachim Musholt der Verwaltung die Zusage abringen, mit den Arbeiten für Umbau- und Erweiterung der von-Galen-Grundschule in Oeding nach Fertigstellung des Erweiterungsbaus in Südlohn zu beginnen. Also im Jahr 2019. Einschränkung von Werner Stödtke: „Es müssen auch die Haushaltsmittel zur Verfügung stehen.“

„Die Schule platzt aus allen Nähten“, meinte Joachim Musholt zur Situation in Oeding. Eine Containerlösung neben der Sporthalle soll zunächst Abhilfe schaffen.

Auf 143 Quadratmeter hat eine Gutachterin das Raumdefizit der Grundschule an der Fürst-zu-Salm-Horstmar-Straße berechnet. Bedarf bestehe „überwiegend im Offenen Ganztag“, sagte Werner Stödtke.

Containerlösung geplant

„Mehr Gelassenheit“ forderte Jörg Schlechter (FDP), was die Erweiterung der Oedinger Grundschule angeht. Mit der geplanten Containerlösung sei ein tragbarer Übergang gefunden. Dem schloss sich Karin Schmittmann (UWG) an. Die Schülerzahlen würden derzeit nicht den von Musholt dargestellten Druck rechtfertigen. „Mit den Containern sind die Schüler gut betreut“, ergänzte die Fraktionsvorsitzende der Unabhängigen. Am Ende blieb es bei der Zusage der Verwaltung, das Erweiterungsvorhaben an der Grundschule in Oeding im nächsten Jahr auf den Weg zu bringen. Rund 1,5 Millionen Euro wird die Schulbaumaßnahme in Oeding kosten, hieß es im Februar.

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