Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Wenn nicht jetzt, wann dann...

16.06.2008

Wenn nicht jetzt, wann dann...

<p>In einen neuen Lebensabschnitt entlassen wurden am Donnerstag diese Schülerinnen und Schüler der Roncalli-Schule Südlohn. Beining</p>

Südlohn Wer hätte das gedacht? In der Bundeshauptstadt ist die heimische Hauptschule seit einer ganz bestimmten Klassenfahrt unter dem Begriff "Zirkus-Schule" geläufig. Berna Wehning, eine der Klassenlehrerinnen der beiden Zehner-Klassen, die am Donnerstagnachmittag im Rahmen einer Feierstunde im Foyer der Schule "ins Leben" entlassen wurden, war auch bei besagter Klassenfahrt dabei und stellte in ihrer kleinen Ansprache an Eltern, Schüler und Kollegium Mutmaßungen über die Gründe an: "Ich denke, der Begriff 'Roncalli' wird in Berlin nur mit dem Zirkus gleichen Namens in Verbindung gebracht."

Neben dieser eher liebevollen Ironie klang aber in den Grußworten der Gäste auch immer wieder direktes und indirektes Lob über die Roncalli-Hauptschule durch. "Ihr werdet vielleicht schon heute erkennen, dass Ihr eine fantastische Schule besucht habt", wendete sich Annette Bonse-Geuking, stellvertretende Bürgermeisterin, an die Entlass-Schüler. Oder Elternsprecher Ludger Robben, der 1976 selbst zum Entlassjahrgang gehört hatte: "Ich war damals auf einer sehr guten Schule. Und ich zolle den Lehrern von Seiten der Eltern Dank und Anerkennung."

Schülersprecherin Stephanie Busch resümierte in ihrem gereimten Vortrag: "Es waren schöne und gute sechs Jahre." Und Pastor Stefan Scho ermunterte die scheidenden Hauptschüler mit den Worten: "Mut und Erfolg werden nur dem zuteil, der etwas wagt. Geht Euren Weg!"

Für Schulleiterin Doris Bennemann war es, wie sie bilanzierte, nun schon ihre 20. Entlassfeier. "Wenn nicht jetzt, wann dann?" - unter diesem Motto stand der Festakt.

Und die Kollegiumschefin machte Schülern und Gästen klar: "Diese Frage enthält einen Impuls, etwas Neues zu beginnen."

Für Kollegiumsmitglied Günther Leupers, der die Veranstaltung stets musikalisch auf dem Klavier begleitet, war es die letzte Entlassfeier im aktiven Schuldienst. "Ich sehe hier so viele Eltern, die ich selbst unterrichtet habe - da wird's langsam Zeit zu gehen", meinte er trocken. geo

Namen siehe nebenstehenden Artikel.

Lesen Sie jetzt