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Superheldin Williams sieht French-Open-Chancen skeptisch

Paris. Siege auf dem Tennisplatz bedeuten Serena Williams spätestens seit der Geburt ihrer Tochter nicht mehr alles. Der Respekt vor ihrer Rückkehr ist bei den French Open groß. Im Herzen scheint sie aber in Paris nicht an einen weiteren Grand-Slam-Titel zu glauben.

Superheldin Williams sieht French-Open-Chancen skeptisch

Serena Williams sorgte in Paris auch mit ihrem Outfit für Aufsehen. Foto: Alessandra Tarantino/AP

Die Reise der Superheldin geht weiter - aber wie weit? Serena Williams scheint selbst wenig überzeugt davon, dass sie ihren großen Tennis-Triumphen dieses Mal bei den French Open einen weiteren hinzufügen kann.

Als die junge Mama nach ihrem Erstrundensieg beim Grand-Slam-Comeback gefragt wurde, ob sie sich behaupten oder zum vierten Mal den Titel gewinnen wolle, antwortete sie: „Ich bin natürlich hier, um mein Bestes zu geben. Ich setze mich nicht unter Druck. Ich denke, tief drinnen kennen wir alle die Antwort.“

Schon an diesem Donnerstag folgt nach dem hart erarbeiteten Sieg über die Tschechin Kristyna Pliskova eine schwere zweite Runde gegen die an Nummer 17 gesetzte Australierin Ashleigh Barty. Was Serena geschafft habe, um genau wie die frühere Weltranglisten-Erste Victoria Asarenka und andere Kolleginnen nach der Schwangerschaft zurückzukehren, sei toll, meinte die 22-jährige Barty.

Und darum geht es wohl wirklich bei der ersten Teilnahme an einem Grand-Slam-Turnier seit den Australian Open im Januar 2017. Damals löschte die schon schwangere Serena Williams mit ihrem 23. Titel bei den vier wichtigsten Turnieren den Profi-Rekord von Steffi Graf. Sie sei angesichts ihrer schweren Schwangerschaft mehrmals nicht sicher gewesen, ob sie in den Profisport zurückkehren würde, erzählte die Amerikanerin. Auch mit Blick auf die Rückkehr in Paris habe es 20 Prozent Unsicherheit gegeben.

Ob Superheldinnen so aussehen wie Williams in ihrem schwarzen Catsuit am Dienstag oder beim Doppel mit Schwester Venus am Mittwoch, ist wahrscheinlich eine Frage des Standpunktes, wenn nicht sogar des Geschlechts. Die jahrelang dominierende Tennisspielerin dieser Welt entsprach in ihrem figurbetonten Ganzkörperanzug vielleicht nicht dem Schönheitsideal der Männer, die eher an Angelina Jolie alias Lara Croft denken mögen. Sich ein solches Outfit auch ohne Model-Figur zu trauen, dürfte ihr bei vielen Frauen dagegen großen Respekt eintragen.

Und letztlich ging es ja nicht nur um die Optik, sondern auch um das Praktische. Der Anzug soll bei der Durchblutung helfen. Sie könne sich nicht erinnern, wie viele Probleme mit Blutgerinseln sie in den vergangenen zwölf Monaten gehabt habe, sagte Williams.

Auch deswegen gab es eine öffentliche Botschaft aus Paris: „Für alle Mamas da draußen, die eine schwere Erholung nach der Schwangerschaft hatten - auf geht's. Wenn ich es tun kann, könnt ihr es auch! Ich liebe euch alle!“, twitterte die 36-Jährige am Dienstagabend.

„Das war eine perfekte Beschreibung dessen, was Serena ist“, sagte der frühere Weltranglisten-Erste Mats Wilander am Mittwoch in der Sportzeitung „L'Equipe“. Die frühere Weltranglisten-Erste Angelique Kerber sagte: „Das ist Serena, das ist ihr Style. Sie versucht immer, sich was Neues, Anderes auszudenken.“

Auch in Paris verbringt Serena Williams möglichst viel Zeit mit Töchterlein Olympia. Sie kümmere sich fast schon zu viel, berichtete die langjährige Nummer eins der Tennis-Welt offenherzig. Ihre Trainingszeit richte sich danach, wie viel Zeit ihr die Kleine mit ihrem unregelmäßigen Schlaf lasse. Superschwierig sei es aber nicht, Kind und Karriere unter einen Hut zu bringen. „Ich habe immerhin das Glück, meinen Tag und meine Karriere planen zu können. Ich denke, die meisten Mütter haben diese Möglichkeit nicht.“ Serena Williams weiß: Die wahren Superheldinnen stehen nicht auf dem Tennisplatz in Paris.

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