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Tedesco-„Ausraster“: Heidel erinnert an Klopp und Tuchel

Köln. Sieben Punkte Vorsprung bei nur noch drei Spielen - eigentlich ist Schalke 04 so gut wie sicher in der Champions League. Trainer Domenico Tedesco macht sich nach dem 2:2 in Köln dennoch Sorgen

Tedesco-„Ausraster“: Heidel erinnert an Klopp und Tuchel

Schalkes Trainer Domenico Tedesco versucht im Spiel gegen den FC Köln seinen Spielern Anweisungen zu geben. Foto: Domenico Gambarini

Als Christian Heidel auf die Wut-Aussagen seines Trainers angesprochen wurde, musste er schmunzeln. „Es ist sein gutes Recht, mal auszurasten. Aber er kriegt sich schon wieder ein“, sagte der Sportvorstand des FC Schalke 04 nach dem 2:2 (2:1) beim 1. FC Köln über Domenico Tedesco.

Dabei fühlte sich Heidel an seine beiden Erfolgstrainer aus Mainzer Zeiten erinnert: an Jürgen Klopp und Thomas Tuchel. „Bei Kloppo haben wir immer gesagt: Wir geben ihm eine Kette und eine Kugel, damit er nicht weg kann von der Bank. Und die nehmen wir dann auch mit zum Interview. Und Thomas Tuchel war genauso“, sagte Heidel lachend: „Mir sind diese Trainer zehnmal lieber, solange das einigermaßen im Rahmen ist. Die coachen und regen sich auf - das gehört zu so einem emotionalen Club wie Schalke.“

Tedesco hatte seinem Team nach der verspielten 2:0-Führung beim Tabellenletzten „Arroganz, Fahrlässigkeit, mangelnde Seriosität und fehlenden Willen“ vorgeworfen. Eine lange Mängelliste für ein Team, das überraschend auf Rang zwei steht und die Champions-League-Qualifikation dicht vor Augen hat. Doch mit einem Sieg in Köln wäre sie quasi sicher gewesen, die Niederlage beim Vorletzten Hamburg vor zwei Wochen und der leichtfertig verpasste Einzug in das Pokalfinale trüben die Stimmung aber.

„Deswegen ist es vielleicht ganz gut, dass der Trainer mal ein bisschen Wind gemacht hat“, sagte Heidel. Überhaupt ist er mit dem 32-Jährige hochzufrieden, unabhängig vom Ausgang der Saison. „Wir glauben, dass es hundertprozentig passt. Und ich hätte die gleiche Meinung, wenn wir Sechster oder Siebter wären“, betonte der Manager: „Dass er stinksauer ist - das ist doch gut so, das gefällt mir doch an ihm. Dass einer auch mal durch die Decke geht. Das ist mir viel lieber als einer, der immer denselben Satz sagt.“

Tedesco mahnte trotz sieben Punkten Vorsprung auf Rang fünf bei nur noch drei ausstehenden Spielen sogar ernsthaft vor der Gefahr, die Teilnahme an der Königsklasse noch zu verspielen. „Es gibt Mannschaften, die es aktuell einfach besser machen. Deshalb wird es für uns schwierig“, erklärte er: „Hoffenheim wird noch neun Punkte holen, Leverkusen wird noch neun Punkte holen. So wird es sein. Deshalb müssen wir selbst noch punkten. Wenn man sich auf andere verlässt, ist man verlassen.“

Die Spieler zeigten sich einsichtig. Tedescos Arroganz-Vorwuf sei berechtigt, sagte Abwehrchef Naldo. Und Leon Goretzka erklärte: „Es ist grundsätzlich eine schlechte Idee, dem Trainer zu widersprechen.“

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