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Torwart-Neuzugang Sobral: Ich Komme gern zum Lüner SV

LÜNEN David Sobral heißt der neue Torwart der Fußballer des Lüner SV. Er stellt sich trotz des Abstieges der Rot-Weißen voller Zuversicht in das Gehäuse des Traditionsvereins. Sportredakteur Bernd Janning sprach mit dem Keeper, dessen Herz bei der Europameisterschaft eindeutig für Portugal schlägt.

von Von Bernd Janning

, 05.06.2008
Torwart-Neuzugang Sobral: Ich Komme gern zum Lüner SV

<p>Kann sein Wort führen: Torwart David Sobral. Paul</p>

Warum für Portugal?Sobral: Meine Eltern sind Portugiesen. Ich hoffe, Portugal erwischt bei der EM einen guten Start. Aber schon Samstag zum Auftakt gegen die Türkei wird es schwer. Schon im Viertelfinale könnten wir auf Deutschland treffen. Das wird eng. Aber ich bin guter Hoffnung.

Und wo landet Deutschland?Sobral: Erreicht das Halbfinale.

EM, das bedeutet auch für Deutschland eine Torwart-Diskussion. Wie sehen Sie Jens Lehmann?Sobral: Da habe ich kein gutes Gefühl, wenn jemand so lange nicht gespielt hat. Mann kann zwar über Training Selbstbewusstsein tanken. Aber vielleicht wäre ein anderer Schlussmann besser gewesen. Aber hinterher ist man immer schlauer.

Welcher Torwart ist ihr Vorbild?Sobral: Der für Chelsea spielende Tscheche Petr Cech oder der Italiener Gianluigi Buffon von Juventus. Aber es sind nicht unbedingt die Torwart-Typen, die ich bevorzuge. Ich bin eher ein spielender Torwart, nicht der, der nur auf der Linie steht. Ich spiele gerne Fußball mit. Dass ein Keeper seine Mannschaft lautstark dirigiert, ist heute selbstverständlich.

Was ist Ihr Lieblingsverein?Sobral: Borussia Dortmund und natürlich aus meiner portugiesischen Heimat der FC Porto.

Gibt es neben dem Fußball noch andere Hobbies?Sobral: In Fußball investiere ich gern viel Zeit. Das ist mein größtes Hobby. Ich höre aber auch gern Musik, gehe ins Kino.

Wie verlief bisher ihre Laufbahn als Fußballer?Sobral: Angefangen habe ich bei meinem Stammverein SV Langschede. Bis zur B-Jugend habe ich im Feld gespielt, hatte dann nicht mehr die größte Lust dem Ball hinterher zu rennen. Ich wollte ins Tor. Erst, als ich zwei, drei Monate weg war, stellte mich der Trainer dann in den Kasten.

Und wie kommt man dann zu einem Verein wie den Lüner SV, der auch noch abgestiegen ist?Sobral: Klar, den Lüner SV kenne ich natürlich auch vom Namen her. Zu dessen Oberliga-Zeiten habe ich dort auch einmal ein Probetraining gemacht. Jetzt hat mich aktuell Marcus Reis, der neue LSV-Trainer, angesprochen. Ich habe schon Ende April alles klar gemacht. Vollzug wurde erst letzten Sonntag gemeldet, weil wir in das Spiel Lünen gegen VfL Schwerte, meinem letzten Verein, keine zusätzliche Brisanz bringen wollten. Marcus Reis hatte mich schon angesprochen als er Trainer beim SV Holzwickede war. Damals hatte ich schon in Geisecke zugesagt.

Sie haben die letzte Saison beim VfL Schwerte gespielt. War das nicht auch ihr Seuchenjahr?Sobral: Bis dahin bin ich von jeder Verletzung verschont geblieben. Aber in Schwerte erwischte es mich schon im ersten Spiel nach 20 Minuten mit einem Pferdekuss. Dann kam noch eine Knieverletzung dazu. In der Rückrunde war ich aber fit, machte alle Spiele mit.