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Traditionsveranstaltung nimmt rasante Entwicklung

Reiten: Die Geschichte der Lenklarer Reitertage

Seit mehr als vier Jahrzehnten gibt es die Lenklarer Reitertage. Doch insbesondere in den vergangenen 20 Jahren haben sich die Dimensionen des Turniers enorm vergrößert. Wir blicken zurück.

Werne

, 06.04.2018
Traditionsveranstaltung nimmt rasante Entwicklung

Bilder aus dem Jahr 1998: Oben ist Toni Haßmann zu sehen, der damals im M-Zeitspringen gewann. Das untere Bild zeigt Lutz Gripshöver, der in gleich zwei S-Springen siegreich war. © Repro (2) Gumprich

Noch in den 1980er-Jahren reichte der Singular völlig aus: Lediglich an einem Tag wurde in Lenklar geritten. Doch das Programm wurde seit der Premiere 1976 stetig erweitert. 1998 liefen die Lenklarer Reitertage bereits über fünf Tage. Ein „Mammutturnier“ haben wir zu dieser Zeit geschrieben. In diesem Jahr geht die Veranstaltung über doppelt so viele Tage wie vor 20 Jahren. Das zeigt: Das beliebte Turnier mit familiärem Charakter ist stetig gewachsen.

10.000 Euro Preisgeld

Auch andere Zahlenspiele beeindrucken: Bildete 1998 ein mit 6000 D-Mark dotiertes S-Springen den Höhepunkt, gibt es für den Sieg im Großen Preis in diesem Jahr sogar 10.000 Euro.

Kamen damals 2000 Zuschauer, sollen es 2007 laut Veranstalter beim Großen Preis bereits 5000 gewesen sein. In diesem Jahr könnten es beim Höhepunkt bis zu 7000 Besucher werden, hofft Marion Gripshöver. Insgesamt werden diesmal 2500 Pferde dabei sein, die zusammen auf 4500 Starts kommen.

Haßmann lobt „Top-Bedingungen“

Interessant: Toni Haßmann trug sich mit Rang eins im M-Zeitspringen bereits 1998 in die Siegerliste ein. Auch heute ist er noch vorne dabei. 2016 und 2017 siegte er beim Großen Preis von Lenklar jeweils mit seinem Pferd „Bien Aimee de la Lionne“ und 2014 mit „Classis Men“ . Auch diesmal wird er wieder teilnehmen. Dann hat er die Chance auf den dritten Triumph in Folge. „Für mich ist Lenklar eine Pflichtveranstaltung zum Start in die Freiluftsaison. Die Bedingungen sind top, mit den vielen Zuschauern macht es einfach Spaß zu springen“, so Haßmann.

Es gab aber auch schwere Zeiten in der langjährigen Turniergeschichte. Im Jahr 2000 verhinderte ein Großbrand auf dem Hof die Austragung. Zum Glück konnten alle Pferde gerettet werden.

Internationale Stars

Im Jahr darauf war die Elite des Reitsports wieder in Werne zu Gast. Ludger Beerbaum, Marco Kutscher, der heutige Bundestrainer Otto Becker und weitere nationale wie internationale Stars gaben sich die Ehre. Dass die Reiter immer prominenter wurden, hatte auch mit dem persönlichen Erfolg von Lutz Gripshöver zu tun, dessen Kontakte sicher geholfen haben dürften.

Auch in diesem Jahr wartet wieder ein hochkarätiges Teilnehmerfeld. Neben den bereits bestätigten Namen steht auch eine erneute Teilnahme von Christian Ahlmann im Raum.

Der Spagat zwischen Nachwuchs-, Amateur- und Spitzensport in einem Turnier ist durchaus nicht leicht zu bewältigen. In Lenklar zeigt der Reit- und Fahrverein St. Georg Jahr für Jahr, dass es geht.