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Trotz 3:2 bei Kießling-Ende: Bayer verpasst Champions League

Leverkusen. Beim bewegenden Abschied von Torjäger Stefan Kießling hat Bayer Leverkusen die Qualifikation für die Champions League knapp verpasst. Die Werkself besiegte am letzten Spieltag der Fußball-Bundesliga den bereits geretteten Aufsteiger Hannover 96 zwar hochverdient mit 3:2 (2:0), beendet die Saison nach dem gleichzeitigen 3:1-Sieg von Hoffenheim gegen Dortmund aber punktgleich mit dem Dritten als Tabellen-Fünfter und startet nun in der Europa League.

Trotz 3:2 bei Kießling-Ende: Bayer verpasst Champions League

Leverkusens Lars Bender (l) und Hannovers Matthias Ostrzolek kämpfen um den Ball. Foto: Marius Becker

Kurios: Der 34 Jahre alte Kießling, Bundesliga-Torschützenkönig von 2013, kam in der 84. Minute zu seinem 403. und letzten Bundesliga-Spiel aufs Feld, packte sich den Ball für einen eigentlich gepfiffenen Foulfelfmeter. Doch Schiedsrichter Guido Winkmann zog die Entscheidung nach Videobeweis zurück. Lucas Alario brachte Bayer mit einem Doppelpack (3./18.) auf Kurs. Julian Brandt (55.) erzielte das 3:0, Niclas Füllkrug und Martin Harnik trafen in der Nachspielzeit für 96. Bayers Wendell verschoss einen Foulelfmeter (6.).

Vor dem Anpfiff drehte sich alles um Kießling: Zu seinen Ehren wärmten sich alle Bayer-Profis mit dessen Rückennummer 11 auf. Der Verein hatte auf den Sitzen im Stadion Aufkleber mit der Aufschrift „Danke Kies“ und auf einigen Plätzen auch T-Shirts mit der entsprechenden Aufschrift ausgelegt. Die Fans breiteten vor dem Spiel eine Choreographie fast durch das gesamte Stadion aus. Neben einem großen Kießling-Konterfei war auf den Zuschauerrängen „Danke Stefan“ zu lesen. Kießling hatte schon vor dem Anpfiff Tränen in den Augen. Bei der Ehrung auf dem Spielfeld fiel er Sportchef Rudi Völler in die Arme.

Auch bei Hannover hatte es beim Saisonfinale einige Gesten gegeben: Ersatztorhüter Michael Esser durfte spielen, Salif Sané trug in seinem 100. Liga-Spiel für Hannover vor dem Abschied nach Schalke erstmals die Kapitänsbinde. Ausgerechnet diese beiden sahen beim Rückstand nach 146 Sekunden aber schlecht aus: Sané hinderte Alario nicht entschlossen genug am Torschuss, der haltbare Schuss schlug oben im kurzen Eck ein. Weitere drei Minuten bot sich Wendell bereits die große Chance zum 2:0, doch nach Foul von Arne Maier an Julian Baumgartlinger schoss der Brasilianer den Elfmeter rechts vorbei.

Den Sturmlauf der Leverkusener, die offenbar das in jedem Fall ausreichende 5:0 anstrebten, stoppte aber weder dieser Fehlschuss noch die frühe Verletzung von Julian Baumgartlinger (23.) und die schlechte Kunde von Hoffenheims Führung gegen Dortmund. Zum 2:0 verhalf den Gastgebern aber ein katastrophaler Rückpass von Matthias Ostrzolek, den Alario abfing und verwertete. 13:1 Torschüsse hatte Bayer zur Pause, der eine von 96 war aber gefährlich: Martin Harnik schoss aus spitzem Winkel volley drüber (29.).

Nach dem Wechsel wollten die Gäste etwas munterer mitspielen, wurden aber weiter von Bayer überrollt. Alario vergab jedoch bei zwei Kopfbällen (50./52.) einen ähnlich frühen Treffer wie in der ersten Halbzeit. Auch Leon Bailey scheiterte knapp (53.), ehe Brandt nach sehenswertem Pass von Lars Bender traf.

Aus Hoffenheim kam zunächst die Kunde vom für Bayer hilfreichen Dortmunder Ausgleich, dann von der erneuten Hoffenheimer Führung. Doch Leverkusen wollte eh auf Nummer sicher gehen und drängte auf weitere Treffer. Die Fans forderten „Wir wollen den Stefan“ sehen, der kam, doch der Elfmeter blieb Kießling verwehrt. Am Ende lief Bayer in zwei Konter.

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