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Hochschwangere wegen Drogenhandel vor Gericht

Verdächtige bunkern Kokain im Schminktisch

Essen Kokain im Schminktisch, geheime Codes und eine scharfe Waffe: In Essen müssen sich seit Donnerstag eine hochschwangere Frau und drei Männer vor Gericht verantworten. Sie sollen auf kreative Weise Drogen geschmuggelt und verkauft haben.

Verdächtige bunkern Kokain im Schminktisch

Die Angeklagten sollen mit mehr als zehn Kilogramm Marihuana gehandelt haben. Foto: Hartwich

Die vier Angeklagten, die alle aus Gelsenkirchen kommen, waren Ende vergangenen Jahres festgenommen worden. Einem war zwar noch die Flucht gelungen, doch nach knapp zwei Wochen war auch seine Zeit in Freiheit erst einmal vorbei.

Die Staatsanwaltschaft ist überzeugt, dass sich die Angeklagten Ende 2016 zusammengeschlossen haben, um groß ins Drogengeschäft einzusteigen. Am Anfang lief wohl auch alles ziemlich reibungslos.

Kiloweise Kokain und Marihuana geschmuggelt

Laut Anklage schmuggelten sie kiloweise Kokain und Marihuana ins Ruhrgebiet, um es hier mit Gewinn weiterzuverkaufen. Ihre Lieferanten kamen angeblich aus Holland, der Treffpunkt war meist an der Grenze.

Um nicht aufzufallen, soll am Telefon eine Art Geheimsprache benutzt worden sein. Statt von Kokain und Marihuana wurde angeblich von Pizza oder Döner gesprochen. Als Schmuggelversteck diente laut Anklage auch schon mal ein Autoreifen.

Nur die hochschwangere Frau ist wieder auf freiem Fuß

Vor allem für die Kokain-Geschäfte soll viel Geld bewegt worden sein. Bis zu 40.000 Euro mussten für ein Kilo Kokain auf den Tisch gelegt werden. Der Weiterverkauf soll auf unverdächtigen Parkplätzen oder aus der Wohnung heraus erfolgt sein.

In der Wohnung der Frau hat die Polizei bei einer Durchsuchung Anfang Dezember Kokain gefunden. Die drei angeklagten Männer sitzen allesamt in Untersuchungshaft. Nur die hochschwangere Frau ist inzwischen wieder auf freiem Fuß.

Zum Prozessauftakt hat sich noch keiner zu den Vorwürfen geäußert. Insgesamt geht es um rund zehn Kilo Marihuana und zwei Kilo Kokain.

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