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Verfahren mit gleichem Tatvorwurf auch in Duisburg

Womöglich weitere Opfer im Voodoo-Prozess

Im „Voodoo-Prozess“ um Menschenhandel und Zwangsprostitution in Bordellen in Castrop-Rauxel und Umgebung gibt es womöglich noch weitere Opfer. Eine der Ex-Prostituierten hat mittlerweile entbunden.

HERNE/BOCHUM

von Werner von Braunschweig

, 14.06.2018
Verfahren mit gleichem Tatvorwurf auch in Duisburg

Das Foto "zeigt" die Angeklagten vor Prozessbeginn am Landgericht. © Werner von Braunschweig

Staatsanwalt Klaus-Peter Kollmann überreichte den Bochumer Richtern am Donnerstag das Protokoll einer Zeugenvernehmung. „Es gibt in Duisburg zurzeit ein Ermittlungsverfahren mit dem gleichen Tatvorwurf wie hier, nur gegen eine andere Tätergruppe“, erklärte der Ankläger. Und in diesem Zusammenhang habe bei der Polizei eine weitere mutmaßlich geschädigte Frau aus Nigeria eine Aussage gemacht, „die auch für dieses Verfahren von Bedeutung ist“. Gibt es also noch mehr Opfer?

Wie darüber hinaus bekannt wurde, hat eine zuletzt als Belastungszeugin angehörte Ex-Prostituierte inzwischen entbunden. Ihre Anwältin Henriette Lyndian ließ ausrichten, dass es der Mutter „gut gehe“ und sie in Kürze ihre Zeugenaussage fortsetzen werde. Angeklagt sind zwei Frauen und vier Männer, die zwischen 2015 und 2017 mehr als zehn nigerianische Frauen mit einem Voodoo-Fluch belegt, eingeschleust und gegen ihren Willen an Bordelle, darunter auch eines in Castrop-Rauxel, vermittelt haben sollen. Sie sind teilweise geständig.

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