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Volkswagen-Kernmarke wächst auch in Deutschland wieder

Wolfsburg. Lange war die Volkswagen-Stammmarke das Sorgenkind des Konzerns. Doch VW holt auf - und verkauft im ersten Quartal dank einer Modelloffensive mehr Autos als je zuvor. Gilt das auch für den schwierigen deutschen Markt?

Volkswagen-Kernmarke wächst auch in Deutschland wieder

Im besten ersten Quartal ihrer Geschichte lieferte die Marke mit dem VW-Logo und den Modellen rund um Golf, Passat und Tiguan mehr als 1,5 Millionen Fahrzeuge aus. Foto: Monika Skolimowska

Absatzrekord, Modelloffensive und neue SUVs: Trotz drohender Fahrverbote und der Folgen des Abgas-Skandals beschleunigt die Volkswagen-Kernmarke VW Pkw auf dem Weg nach oben.

Im besten ersten Quartal ihrer Geschichte lieferte die Marke mit dem VW-Logo und den Modellen rund um Golf, Passat und Tiguan mehr als 1,5 Millionen Fahrzeuge aus - ein Plus von 5,9 Prozent, wie VW in Wolfsburg mitteilte.

Im Gesamtjahr sollen Auslieferungen, Umsatz und operatives Ergebnis weiter wachsen. Einen Tag zuvor hatte der Volkswagen-Konzern seine Quartalszahlen präsentiert.

„Unser langfristiges Ziel steht: Wir wollen Volkswagen fit für die Zukunft der Mobilität machen“, sagte Markenchef Herbert Diess, der Mitte April außerdem das Amt des Konzernchefs von seinem Vorgänger Matthias Müller übernahm. „Auf diesem Weg kommen wir gut und planmäßig voran“, betonte er.

In den ersten drei Monaten des Jahres steigerte VW die Auslieferungen in allen Weltregionen - in Brasilien stieg der Absatz um 4 Prozent, in China um 8,6 Prozent und in den USA um 10 Prozent. Auch in Deutschland, wo der Verkauf wegen der Abgasaffäre mit Millionen manipulierter Autos mit Dieselmotoren lange Zeit rückläufig war, ging es im ersten Quartal wieder bergauf: die Auslieferungen stiegen um 7,3 Prozent.

Davon profitierten auch Umsatz und operatives Ergebnis: die Erlöse stiegen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5,9 Prozent auf 20,1 Milliarden Euro, operativ verdiente VW 879 Millionen Euro und damit 1,2 Prozent mehr als vor einem Jahr. Trotz der Kosten für die Modelloffensive lag die operative Rendite - also der Anteil des Betriebsergebnisses am Umsatz - bei 4,4 (Vorjahr: 4,6) Prozent. Im Gesamtjahr soll diese Marke zwischen 4 und 5 Prozent liegen.

Die Fixkosten blieben trotz neuer Modelle weitgehend stabil, dämpfend aufs Ergebnis wirkten sich allerdings die Kosten für die geplante Elektro-Offensive aus. Ab 2020 startet VW die vollelektrische ID-Modellfamilie, ebenfalls bis 2020 soll die komplette Modellpalette erneuert und teils ausgebaut werden. Noch in diesem Jahr sind den Angaben zufolge vier SUVs für den chinesischen Markt geplant, den wichtigsten Einzelmarkt der Marke.

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