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Artenvielfalt erhalten

Vreden Serimas, Paradieskasarka und Kappensäger, Hoatzin, Spinte oder auch Erdracken - keine Ahnung, wovon die Rede ist? Macht nichts. Ludger Gehling, Erster Vorsitzende von "Aviornis International Deutschland", kann weiterhelfen: Es handelt sich um Vögel oder Vogelarten, die unter anderem von Mitgliedern dieses Vereins gehalten und gefördert werden.

16.06.2008

Artenvielfalt erhalten

<p>Ludger Gehling mit einer australischen Bronzeflügeltaube. Der Vredener setzt sich dafür ein, dass verschiedene, selten gewordene Vogelarten erhalten bleiben. Albersmann</p>

Den deutschen Zweig des internationalen Vereins gibt es seit August 2004. "Ich war schon seit 1999 Mitglied im holländischen Aviornis-Verein", erzählt der 56-jährige Vogelliebhaber aus Vreden. "Und dann kam die Idee, auch in Deutschland einen Zweig zu gründen." Die erste Liebhabergruppe entstand schon 1973 in Belgien. Danach gründete sich der holländische Teil von Aviornis International, 2004 dann der deutsche. "Von einer Hand voll Mitglieder sind wir bereits auf 320 im deutschsprachigen Raum angewachsen", ist der Vorsitzende ein wenig stolz.

"Unser Ziel ist die Erhaltungszucht von verschiedenen Vogelarten, um die Artenvielfalt in menschlicher Obhut zu erhalten", erläutert er. Das bedeutet, dass Aviornis unter anderem an wissenschaftlichen Programmen zum Erhalt von Vogelarten mitarbeitet und diese Programme unterstützt. Und auch die Beteiligung an Wiedereinbürgerungs-Projekten von bedrohten Arten in Zusammenarbeit mit anderen internationalen Organisationen gehört dazu. Diese Vögel werden teilweise von Aviornis-Mitgliedern gehalten und gezüchtet.

Austausch international

Um die optimale Pflege der Tiere zu gewährleisten, ist ein reger internationaler Erfahrungsaustausch vorhanden. Auch die im Abstand von zwei Monaten erscheinende Vereinszeitschrift gibt diese Tipps weiter. "Dazu übersetzte ich gern auch Artikel und Erfahrungen unserer holländischen Freunde", erklärt Ludger Gehling. "Da zu den Mitgliedern von Aviornis International Deutschland auch zum Beispiel der Kurator vom Vogelpark Walsrode, Tierpfleger vom Zoo Köln und die Leitung des Vogelparks Plantaria in Kevelaer gehören, wird auch hier bei uns in Deutschland die Arbeit des Vereines immer bekannter", so der erste Vorsitzende. Und es gebe auch Arbeitsgruppen, die sich speziell mit der genetischen Reinerhaltung bestimmter Vogelarten - zum Beispiel des Amherst- und Goldfasans - beschäftigten.

Da es bereits in Belgien und Holland jeweils etwa 2000 Mitglieder gibt, habe die deutsche Sektion hier noch Nachholbedarf. "Es gibt in Deutschland viel mehr Vogel- und Geflügelzucht-Vereine als bei unseren ausländischen Freunden", erwähnt der Vogelzüchter, "aber ich glaube, dass durch unsere spezielle Zielsetzung sich auch hier noch viele für dieses sinnvolle und schöne Hobby begeistern werden." Und werden dann auch wissen, was Serimas, Hoatzin, Spinte und Erdracken sind... alb

Infos bei Ludger Gehling: Tel. 0171 704 16 89. www.aviornis.de

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