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Verfahren wegen sexueller Belästigung gegen Vredener eingestellt

Geldstrafe für Brust-Grapscher

Das Verfahren gegen einen 57-jährigen Vredener wegen sexueller Belästigung und Beamtenbeleidigung ist vom Amtsgericht Ahaus gegen Zahlung einer Geldstrafe eingestellt worden. Der Bauarbeiter hatte sich nach einer Betriebsfeier im Oktober ein Taxi bestellt. Bezahlen wollte er die Fahrerin „mit Liebe“. Das ging nicht gut aus.

Vreden

, 17.04.2018
Verfahren wegen sexueller Belästigung gegen Vredener eingestellt

© picture alliance / dpa

Bereits während der Fahrt habe sich der stark alkoholisierte Mann nach Angaben der Taxifahrerin distanzlos gezeigt und ihr angeboten, den Fahrpreis „mit Liebe zu bezahlen“.

An seinem Wohnort angekommen, verweigerte er die Zahlung und berührte die Fahrerin durch das offene Fenster erst an der Schulter, dann an der Brust. Die schlug die Hand weg und schloss das Fenster. Anschließend verständigte sie die Polizei. Als zwei Beamte den Vredener mit zur Wache nahmen, beleidigte er diese mit der derben Schimpfwörtern.

Angeklagter räumt die Tat ein

Die Tat räumte der Angeklagte über seinen Anwalt ein. Der hatte kurz vor der Verhandlung im Namen seines Mandanten auch ein Entschuldigungsschreiben an die drei Betroffenen verfasst. Der Angeklagte selbst, so der Anwalt, habe sich mit der Formulierung des Schreibens überfordert gefühlt. Er bedauere die Tat aber außerordentlich und könne sich die Tat nur durch seine starke Alkoholisierung erklären. Im Nachhinein hatte er auch den Fahrpreis sowie 50 Euro als Entschädigung für den Verdienstausfall der Frau bezahlt.

Bei der Vernehmung durch die Polizei hatte er die Tat noch abgestritten. „Aber nachdem wir die Aussage der Fahrerin gemeinsam durchgegangen sind, haben wir keinen Zweifel, dass es sich so zugetragen hat“, erklärte der Verteidiger.

„Entschuldigung. Passiert“

Das Geständnis und die Reue-Beteuerungen reichten dem Richter aus, um das Verfahren gegen Zahlung einer Geldstrafe einzustellen. Der Verteidiger des Vredeners schlug vor, der Geschädigten einen Teil des Geldes zukommen zu lassen, „denn ich möchte weiteren zivilrechtlichen Streit vermeiden“. So erhält die Taxifahrerin 1500 Euro, während 500 Euro an die Landeskasse gehen. „Entschuldigung. Passiert“, warf der 57-Jährige der Taxifahrerin beim Herausgehen zu.