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WDR-Rundfunkrat beschäftigt sich mit Belästigungsvorwürfen

Köln. Die Vorwürfe sexueller Belästigung beim Westdeutschen Rundfunk (WDR) sind an diesem Dienstag Thema im WDR-Rundfunkrat. Das Aufsichtsgremium hat Intendant Tom Buhrow gebeten, bei seiner Sitzung zu den aktuellen Berichten Stellung zu beziehen. Die Rundfunkräte können im Anschluss auch Fragen stellen. Berichte des WDR-Intendanten gehören regelmäßig zu den Tagesordnungspunkten, wenn der Rundfunkrat zusammenkommt.

Der WDR hatte zuletzt zwei Mitarbeiter nach Vorwürfen sexueller Belästigung freigestellt. Einer davon war der Leiter des Programmbereichs Fernsehfilm, Kino und Serie, Gebhard Henke, der jegliches Fehlverhalten bestreitet.

Der WDR hat erklärt, allen Hinweisen mit Sorgfalt nachgehen zu wollen. Mitte April beschloss die WDR-Geschäftsleitung ein Maßnahmenpaket für eine bessere Prävention gegen sexuelle Belästigung. Zudem soll die frühere Gewerkschaftschefin und EU-Kommissarin Monika Wulf-Mathies prüfen, wie der WDR mit Hinweisen auf sexuelle Belästigung umgegangen ist.

„Es sind Fehler passiert, ganz sicher“, sagte Buhrow bei der Vorstellung der Personalie. „Es tut mir leid um jeden einzelnen Fall.“ Allerdings glaube er nicht, dass grundsätzliche Defizite vorliegen, indem das Thema sexuelle Belästigung beim WDR ausgeblendet oder nicht ernst genommen worden wäre.

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