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Wahllos Menschen in Krefeld attackiert: Teilgeständnis

Erst mit dem Messer, dann mit dem Schraubenzieher: Ein junger Mann soll in Krefeld binnen weniger Wochen zweimal scheinbar wahllos auf Menschen losgegangen sein. Nun steht er wegen versuchten Mordes vor Gericht.

Krefeld

05.07.2018
Wahllos Menschen in Krefeld attackiert: Teilgeständnis

Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: David-Wolfgang Ebener/Archiv

Weil er eine Fußgängerin und einen Motorradfahrer mit Stichwaffen attackiert haben soll, muss sich ein 26-Jähriger in Krefeld vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm versuchten Mord und versuchte gefährliche Körperverletzung vor.

Der 26-jährige Deutsche hat laut Anklage im November in Krefeld eine Frau bedroht und mit einem Messer in Richtung ihres Bauches gestoßen. Die Frau blieb unverletzt, weil sich ein Augenzeuge einmischte. Diese Tat gab der Angeklagte beim Prozessauftakt am Donnerstag zu: Er sei zu der Zeit obdachlos gewesen und von einem Mann beleidigt worden. Er habe gedacht, die Frau gehöre zu ihm.

Zum Vorwurf des versuchten Mordes schwieg er dagegen: Im Januar soll er einen 62-jährigen Motorradfahrer, der an einem Stopp-Schild gehalten hatte, umgestoßen haben. Den am Boden unter seiner schweren Maschine eingeklemmten Mann habe er dann mit einem Schraubendreher angegriffen.

Der Angeklagte habe auf sein Auge gezielt und ihm durch das geöffnete Visier seines Helmes gestochen, berichtete der 62-Jährige als Zeuge. Er habe den Fahrradfahrer an ihm vorbei lassen wollen. Doch der sei plötzlich abgestiegen und habe ihn mit den Worten „Willst du was? Ich stech' dich ab!“ angegriffen. „Der wollte mich umbringen und war dabei ganz locker und ruhig“, berichtete der Motorradfahrer.