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Was bedeutet Blindbacken?

Berlin. In einigen Rezeptbüchern stößt man auf den Begriff „blindbacken“. Doch unerfahrene Hobbyköche können sich darunter vermutlich nichts vorstellen. Restaurant-Inhaber Daniel Achilles erklärt, was der Begriff bedeutet.

Was bedeutet Blindbacken?

Wer einen Mürbeteig zubereitet, sollte ihn hinterher vorbacken. Später wird der Kuchenboden nochmals mit Füllung gebacken. Auf diese Weise kann die Flüssigkeit nicht durchsickern. Foto: Florian Schuh

Bei Quiches oder kleinen Tartelettes soll man laut Rezept den Boden oft „blindbacken“. Was ist damit gemeint?

„Vor allem Mürbeteigböden oder Quiches backt man häufig vor, um sie zu einem späteren Zeitpunkt zu füllen“, erklärt Daniel Achilles, Inhaber des Restaurants „Reinstoff“ in Berlin. Verzichtet man auf diesen Schritt, würde etwa bei einer Quiche die Flüssigkeit nach unten durchsickern und zu einer unschönen Mischung zusammenfließen.

Rein praktisch gesehen braucht man fürs Blindbacken Hülsenfrüchte wie Linsen oder Erbsen. Sie sind einerseits günstig, andererseits haben sie genau die richtige Größe, um den Teig zu beschweren, so dass er keine Blasen wirft. Achilles deckt den Teig vor dem Backen mit etwas Pergament- oder Backpapier ab, gibt dann die Hülsenfrüchte darauf und schiebt den Boden in den Ofen. Je nach Rezept reicht bei einem Mürbeteig eine Backzeit von sieben bis zehn Minuten.

Die Hülsenfrüchte können Hobbyköche übrigens aufheben und weitere Male zum Blindbacken verwenden.

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