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Köhler passt auf Feuer auf

24.04.2018
Köhler passt auf Feuer auf

So sieht ein Holzkohlemeiler aus, wenn das Feuer schwelt. Picture-Alliance © picture alliance / Sebastian Wil

Von Patrick Radtke

Flaesheim. Ab dem 1. Mai wird in der Haard in Flaesheim Holz verbrannt. Das ist aber nicht schlimm, denn das Feuer wird von Hubertus Birkelbach angezündet und beaufsichtigt. Er ist, wie schon früher sein Vater, Köhler vom Beruf. Durch das Feuer wird nach ungefähr drei Wochen Holzkohle gewonnen. Nach der Entzündung des Holzkohlemeilers wird Hubertus Birkelbach drei Wochen lang Tag und Nacht auf das Feuer aufpassen. Denn ein Hotelzimmer gibt es nicht. „Gerade in der Anfangszeit ist es wichtig, dass die Meilerstätte rund um die Uhr beaufsichtigt wird. Die Luftzufuhr muss stets reguliert werden, damit es nicht zu heiß oder zu kalt wird. Denn sonst kann der Meiler explodieren“, sagt Manuela Ortenstein vom Regionalverband Ruhr. Für den Verkohlungsprozess ist es wichtig, dass nur so viel Sauerstoff hinzugefügt wird, wie unbedingt nötig. Nach drei Wochen kann die hochwertige Holzkohle entnommen werden. Dies erkennt der Köhler an der Farbe und am Geruch des Rauches. Wenn der Rauch eine bläuliche Farbe annimmt, ist es Zeit, das Feuer zu ersticken und die Holzkohle zu entnehmen. Diese wird am 29. Mai am Hof Punsmann verkauft werden. Vergangenes Jahr wurden 300 Säcke Kohle verkauft.

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