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Am 1. Mai brennt der Meiler

27.04.2018
Am 1. Mai brennt der Meiler

Eigentlich ist Hubertus Birkelbach Forstwirtschaftsmeister.spiller © Eva-Maria Spiller

Von Lucy Bartel

Flaesheim. Seit 1990 wird jedes Jahr am 1. Mai der Holzkohlenmeiler in Flaesheim angezündet. Der, der dafür verantwortlich ist, ist Hubertus Birkelbach. Er ist der Köhler. Seine Aufgabe ist es, Holz in Holzkohle zu verwandeln. Dafür baut er einen sogenannten Meiler. Der besteht aus mehreren Lagen Holz, die über einen Schacht in der Mitte angezündet werden. Während der Meiler brennt, muss der Köhler darauf achten, dass das Holz nicht durchglüht. Darauf nimmt er Rücksicht, indem er aufpasst, dass nicht zu viel Sauerstoff an das glühende Holz kommt. Um sicher zu stellen, dass das auch wirklich nicht passiert, muss er Tag und Nacht ein Auge auf den Meiler haben.

Hubertus Birkelbach ist in einer Köhler-Familie aufgewachsen. Schon als Kind hat er mitgeholfen, die Meiler vorzubereiten. Sein Vater war der erste Köhler in Flaesheim und übernachtete in der Holzhütte direkt neben dem Meiler. Hubertus Birkelbach übernachtet allerdings in einem Bauwagen. Dieses Jahr ist es das dritte Jahr in Folge für ihn. Köhler zu sein, nimmt sehr viel Zeit in Anspruch. Deshalb muss sich Birkelbach immer etwa 20 Tage Urlaub nehmen. Heute gibt es fast gar keine Köhler mehr.

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