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Die Wartezimmer sind voll

03.05.2018
Die Wartezimmer sind voll

Bei manchen Kinderärzten müssen die Patienten lange warten. dpa © picture alliance / dpa

Von Elisabeth Schrief

Haltern. Wehe, wenn Kinder krank werden. In manchen Nachbarstädten von Haltern sind die Kinderarztpraxen so voll, dass rigorose Maßnahmen notwendig sind: Die Ärzte nehmen keine kleinen Patienten mehr auf, weil sie die Arbeit nicht mehr bewältigen können. Es gibt vielerorts einfach zu wenig Kinderärzte.

In Haltern sind die beiden Kinderarzt-Praxen zwar auch voll, aber „ein Aufnahmestopp käme nicht gut an“, sagt Dr. Jörg-Ulrich Hassel. „Niemand von uns schickt kranke Kinder wieder nach Hause“, betont er. Notfälle können dann allerdings die Wartezeiten der anderen Patienten schon mal verlängern. Eine perfekte Organisation ist eben nicht immer möglich. „Aber bislang haben wir extreme Situationen immer noch gut aufgefangen.“ Viel größer ist ein anderes Problem: Kinderärzte, die sich aus Altersgründen zur Ruhe setzen möchten, finden keinen Nachfolger. In Lüdinghausen musste deshalb gerade eine Praxis geschlossen werden. Gründe sind, dass zu wenige Kinderärzte ausgebildet werden und sich das Arbeitsleben verändert hat: Heute ist die Balance zwischen Beruf und Privatleben sowie Vereinbarkeit von Beruf und Familie wesentlich wichtiger. Rund-um-die-Uhr-Ärzte sind Vergangenheit.

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