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SG Selm ist zum Siegen verdammt

Fußball: SG Selm gastiert in Ascheberg

Selm braucht einen Sieg im Nachholspiel gegen Ascheberg. Sonst könnte der SG schon fast der Knock-out am kommenden Sonntag drohen. Die Personallage bei den Selmern bleibt angespannt.

Selm

08.05.2018
SG Selm ist zum Siegen verdammt

Ein Unentschieden wäre für Niklas Neumann (l.), hier gegen den SC Nienberge, und die SG Selm Mittwoch gegen den TuS Ascheberg fast zu wenig. © Reith

Trainer Deniz Sahin wirkte am Sonntag etwas ratlos nach der Niederlage gegen den SC Nienberge. An Ideen mangelt es dem Trainer des Fußball-Kreisligisten nicht, sondern am Personal. Umstellungen in der Mannschaft brachten gegen Mecklenbeck den gewünschten Befreiungsschlag. Nachgelegt hat Selm danach nicht.

Dass am Sandforter Weg in der kommenden Saison nur Fußball auf B-Liga-Niveau geboten werden könnte, ist der Albtraum der Selmer – trotz guter Hinrunde, aber vor allem wegen der dramatischen Niederlagenserie in der Rückrunde. Die Pleite gegen Nienberge war die neunte im elften Rückrundenspiel. Die Lage beim Tabellenvorletzten ist angespannt.

„Wir werden alles für einen Sieg tun. In der momentanen Situation wären wir mit einem Punkt schon zufrieden“, sagte Sahin, „wobei wir wissen, dass uns eigentlich nur ein Sieg weiterbringt.“

Wären da nicht die vielen Ausfälle, Abgänge und Fragezeichen, durch die sich Selms zu Saisonbeginn eigentlich üppiger Kader so immens verkleinert hat, dass schon fünf A-Junioren in den letzten drei Spielen debütierten. Vor dem Training am Dienstag wusste Sahin auch nicht, wie es um die angeschlagenen Lucas David und Paul Ulrich bestellt ist. Sicher fehlt Robin Paul, Brian Mengelkamp hat die Sperre nach seiner Ampelkarte abgesessen. Sahin fehlen die Alternativen. Ohne die gestaltet sich der kühnste Schlachtplan kompliziert.

Die Horror-Vorstellung könnte schneller eintreten, als den Selmern das lieb ist. Verliert Selm am Mittwochabend vor Christi Himmelfahrt (19 Uhr, Nordkirchener Straße, Ascheberg) beim TuS Ascheberg steht die SG so stark unter Druck wie noch nie in ihrer Vereinsgeschichte. Denn dann droht am kommenden Sonntag, wenn Selm in Hiltrup gastiert, schon der Beinahe-Kollaps. Weil die Teams im Keller plötzlich alle gewinnen und auch am nächsten Spieltag direkte Duelle oder machbare Gegner erwarten, könnte die SG zwei Spieltage vor dem Saisonende nahezu uneinholbare sechs Punkte Rückstand auf Rang 13 haben. Rang 14 wäre dann noch erreichbar. Der ist derzeit ein Relegationsrang, könnte sich aber schnurstracks noch in einen Abstiegsplatz verwandeln. Noch hat es Selm aber in der eigenen Hand.

Ascheberg kann sich mit dem dritten Sieg in Serie aus dem Abstiegskampf verabschieden. Mit dann 37 Punkten rechnet der scheidende Trainer Andrea Balderi nicht mehr damit, dass der TuS noch in Gefahr gerät. Er kann wieder auf Lorenz Jücker zurückgreifen. „Wir werden den Klassenerhalt hundertprozentig schaffen“, sagte Balderi. Da ist man sich bei der SG Selm nicht mehr sicher.

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