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Lachowicz‘ später Schuss ins Glück

Werner SC in der Landesliga

Grenzenloser Jubel bei Spielern, Fans und Verantwortlichen am Sonntagnachmittag im Lindert: Der Werner SC hat sich mit einem 3:2 gegen Westfalia Gemen in der Fußball-Landesliga zurückgemeldet und die Abstiegszone vorerst verlassen.

Werne

, 13.05.2018
Lachowicz‘ später Schuss ins Glück

Der Sieg gegen Gemen war für Dominik Hennes (vorne) und den Werner SC ein schweres Stück Arbeit. © Helga Felgenträger

Landesliga 4
Werner SC –Westfalia Gemen 3:2 (0:1)

Für Siegtorschütze Yannick Lachowicz war es eine besondere Genugtuung. In der zweiten Hälfte war er von Gemens Erik Enke böse abgeräumt worden, auf die Tartanbahn gefallen und mit Schürfwunden im Gesicht schwer gezeichnet. Er revanchierte sich auf seine Weise vier Minuten vor dem Ende. Einen Kopfball Jannik Prinz konnte Gemens Keeper Phillip Hitpaß noch parieren, gegen den Schuss des heranrauschenden Lachowicz war er machtlos. Binnen Sekunden bildete sich eine gigantische Jubeltraube mit dem Torschützen im Mittelpunkt.

„Einen besseren Zeitpunkt gibt es ja gar nicht“, freute der sich über seinen ersten Saisontreffer und warnte zugleich: „Das war ziemlich wichtig heute, aber nächste Woche geht es weiter.“

Mit dem Sieg kletterte der WSC auf Rang 13 und beförderte den Kontrahenten aus Gemen auf den ersten Abstiegsplatz.

Beiden Mannschaften war die Bedeutung der Partie anzumerken. WSC-Trainer Lars Müller und Gemens Coach Jan Winking wirkten immer wieder energisch von außen auf ihre Spieler ein, sprachen ihnen Mut zu, motivierten sie.

Zwar prüfte Daniel Durkalic den gut aufgelegten Hitpaß in der siebten Minuten aufs kurze Eck, doch der WSC kam zunächst nur schwer in die Partie. Nach etwa einer halben Stunde fiel folgerichtig das 0:1. Nach einer Flanke nahm Dennis Seeger den Ball völlig unbedrängt auf Höhe des Elferpunktes an und spitzelte ihn mit der Picke an Sebastian Treppe vorbei ins Netz.

„In der ersten Halbzeit haben wir einiges vermissen lassen. Das haben wir deutlich angesprochen“, sagte Lars Müller nach der Partie.

Nach eine unwetterbedingten 35-minütigen Halbzeitpause, nahm der WSC Fahrt auf. Der Lohn war der zwischenzeitliche Ausgleich zum 1:1. Einen Querpass schob Prinz ohne Mühe ein (51.) doch der Jubel währte zunächst nicht lange. Fast im Gegenzug gingen die Gäste erneut in Führung. Am Ende bugsierte Joel Simon das Leder unglücklich über die eigene Torlinie (57.).

„Ein Tor machen wir mindestens noch“, prophezeite WSC-Fußballchef „Stan“ Overmann am Seitenrand. Kaum hatte er es ausgesprochen, traf Werne tatsächlich. Pascal Harder stieg nach einem Freistoß zum Kopfball hoch und versenkte die Kugel im Netz (73.). Overmann, der etwas unruhig auf seine Uhr mit WSC-Eblem schaute, war sich sicher: „Jetzt gewinnen wir auch.“ Die Zeit lief davon. Doch dann hatte Lachowicz seinen großen Auftritt

WSC: Treppe - Link, Stöver, Simon, Harder, Stöver, Klossek (71. Saado), Lachowicz, Hennes (87. Seifert), Durkalic, Manka (62. Runde)
Gemen: Hitpaß - Bietenbeck, Springenberg, Enke (74. Feldhaus), Dings, Rimbach, Hahm, Hübers, Seeger (79. Bröcking), Vorholt, Blanke (64. Heinz)
Tore: 0:1 Seeger (31.), 1:1 Prinz (51.), 1:2 Simon (57./ET),2:2 Harder (73.), 3:2 Lachowicz (86.)