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Selm wie ohnmächtig – Die Ergebnisse

Kreisliga-Fußball in Selm & Region

5:0 (3:0) gewinnt der SuS Olfen gegen den Abstiegskandidaten SV Brukteria Rorup. Ein Pflichtsieg, der noch höher hätte ausfallen können. Zwischenzeitlich hat die Westfalia aus Vinnum es sich beim 3:3 (1:1) gegen DTSG Herten selber schwer gemacht. Lars Kuck wurde dabei zum tragischen Held.

Olfen/Vinnum/Selm

, 13.05.2018
Selm wie ohnmächtig – Die Ergebnisse

Spielmacher Lars Meier (l.) erzielte das 1:0 für den SuS Olfen. Danach bereitete er das zweite Tor vor. © Weitzel

Kreisliga A2 Münster
TuS Hiltrup – SG Selm 1:1 (0:0)

Die guten Nachrichten kamen für die SG Selm am Sonntag von anderen Sportplätzen: Ligakonkurrent Hohenholte unterlag und in der Bezirksliga 12 gewann der VfL Wolbeck das zweite Spiel in Folge. Das sorgt dafür, dass der 14. Tabellenplatz in der Fußball-Kreisliga A2 Münster mit großer Wahrscheinlichkeit ein Relegationsplatz bleibt.

Trösten konnte das die Selmer nach dem bitteren 1:1 in Hiltrup am frühen Sonntagnachmittag nicht. Bitter war, dass die Selmer trotz zahlreicher Torchancen eine Führung erneut nicht über die Zeit brachten und somit zwei wichtige Punkte im Abstiegskampf liegen ließen. Trainer Deniz Sahin blieb nach Schlusspfiff auf der Trainerbank am längsten reglos sitzen. „Sehr enttäuschend einfach“, sagte Selms Trainer, „ich bin gerade sprachlos und enttäuscht, dass wir nicht gewonnen haben.“

Sahin kannte zum Abpfiff schon das Ergebnis des Werner SC II, der im Heimspiel gegen Roxel mit 0:4 hoch verloren hatte. Mit einem Sieg gegen den Tabellenachten TuS Hiltrup II auf dem Nebenplatz des Osttor-Stadions hätte Selm in der Tabelle 30 Punkte erreicht – dann wären vier Teams punktgleich in die letzten zwei Spieltage gegangen. So hinkt Selm zwei Zähler hinterher. Erstmals in dieser Saison steht Selm alleine auf Rang 15. Der reicht am Saisonende garantiert nicht zum Klassenerhalt. „Die Situation wird nicht besser“, sagte Sahin.

Unglaublich war wieder einmal, wie Selm mit den Chancen umging. Zwölf (!) Chancen hatten Sahins Spieler. Einmal ging der Ball ins Tor, ansonsten waren die Abschlüsse meist kläglich – oder Hiltrup stand gut. „Im Endeffekt ist das zu wenig. Es sah eigentlich alles ganz gut aus, hat aber wieder nur zu einem Punkt gereicht“, sagte Kapitän Marcel Dresken.

Vor allem in den Minuten nach der Halbzeit war Selm der Führung nahe. Tobias Tumbrink (46., 48.) scheiterte, Lucas Davids Kopfball ging vorbei (50.) – Selmer Chancen im Zwei-Minuten-Takt. Und auch bei der Doppelchance nach einer Stunde waren Tumbrink und David im Pech. Tumbrink vergab aus spitzem Winkel, Davids Kopfball nach der Ecke landete beim Keeper, der das kurze Eck zumachte.

In der ersten Halbzeit hatte die SG verunsichert begonnen. Brian Mengelkamp, der im Sturmzentrum auflief, hatte nach 21 Minuten Selms erste gute Chance. Er trennte Simon Frerichs hart aber fair vom Ball, ging alleine auf Hiltrups Torwart Damian Hallas zu – und wurde im letzten Moment gestört. Fabian Konietznis Flanke in aussichtsreicher Position (27.) kam dann wieder einmal zu ungenau. David per Kopf (32.) und Ulrich (43., 45.) vergaben weitere Möglichkeiten. „Wir haben wenig draus gemacht“, sagte Sahin, „in der zweiten Halbzeit waren die Chancen zwingender. Wir gehen verdient in Führung, können ein zweites und drittes hinterherlegen“, sagte Sahin.

Recht hatte er: Nachdem Daniel Ulrich endlich einen der vielen Angriffe versenkt hatte und jubelnd abgedreht war, vermasselte Robert Botta im Selmer Tor den Selmer Dreier mit einem Fehler. Marius May hatte einen Hiltruper beim Klärungsversuch angeschossen, Botta bekam den Ball dann aber nicht zu fassen und foulte den heranlaufenden Stürmer. Später gab er zu, dass der Elfmeterpfiff, der zum Ausgleich führte, in Ordnung ging. Es war Hiltrups einziger Torschuss in Hälfte zwei.

Brian Mengelkamp hätte fast noch für das Happy End gesorgt. In der Schlussphase traf er per Fallrückzieher. Doch das Tor zählte nicht. Der Schiedsrichter bemängelte, dass Mengelkamp mit dem Fuß einen Gegenspieler gefährdet habe. Selms Offensiver konnte es nicht glauben.

Lucas David vergab schließlich Selms allerletzte Schusschance, als er aus dem Rückraum verzog. „Wir haben wie in den letzten Spielen alles reingeworfen und belohnen uns nicht durch einen dummen Fehler. Vorne haben wir die dicken Dinger. Abwehr und Sturm müssen sich das ankreiden“, sagte David. Ungläubig blieb er nach dem Schlusspfiff liegen.

SG: R. Botta - P. Ulrich, May, Kodat, Blecher, David, Dresken (79. Schmidt), Tumbrink, Konietzni, D. Ulrich, Mengelkamp
Tore: 0:1 D. Ulrich (70.), 1:1 Bußmann (80., Foulelfmeter)

Kreisliga A2 Ahaus-Coesfeld
SuS Olfen – Brukteria Rorup 5:0 (3:0)

Dass die Olfener zuhause gegen Rorup verlieren könnten, war wahrscheinlich für alle eine unmögliche Angelegenheit. Dementsprechend war es auch nicht verwunderlich, dass der Fußball-Kreisligist sich deutlich gegen den Tabellen-15. durchsetzte. Das 5:0 (3:0) ist das Ergebnis eines Spiels, in dem der SuS zeigte, warum er so lange oben mitgespielt hat. Auch wenn eine leise Kritik möglich ist: „Das Spiel hätte auch 7:1 ausgehen können“, sagte Trainer Michael Krajczy im Nachgang. Immerhin habe seine Mannschaft „gefühlt 70 Prozent Ballbesitz“ gehabt. Und auch wettertechnisch hatten die Olfener das Glück auf ihrer Seite: Sie blieben vom Unwetter verschont. Perfekte Bedingungen also für das vorletzte Heimspiel der Saison. Und da wollte der SuS Olfen natürlich auch souverän auftreten. Krajczys Mannschaft zeigte sich von Beginn an sehr engagiert. Es dauerte auch nur 16 Minuten, bis Lars Meier die Olfener in Führung erzielt hatte: Nach einer Vorlage von Lukas Rischen netzte er zum 1:0 ein.

Meier agierte äußerst agil im Mittelfeld, forderte Bälle und setzte so seine Mitspieler immer gekonnt in Szene. Wie beim 2:0 von Niklas Mählmann, als er im Mittelfeld kombinierte (22.). Es war das erste von zwei Toren von Mählmann: Beim 4:0 schob er vom Sechszehner ein (54.).

Das Tor des Tages geht aber wohl an Julian Wilhelm. Er verwandelte einen Freistoß direkt. Zu dem Zeitpunkt war das Spiel schon gelaufen. Daniel Czempik setzte dem Ganzen die Krone auf und verwandelte das 5:0 (67.).

SuS: Milewzyk - Klask, Schrey, Köster, Rischen (46. Frings), Kilian, Czempik (68. Weber), Wilhelm, Zolda (57. Maikötter), Meier, Mählmann
Tore: 1:0 Meier (16.), 2:0 Mählmann (22.), 3:0 Wilhelm (28.), 4:0 Mählmann (54.), 5:0 Czempik (68.)

Kreisliga A2 Recklinghausen
Westf. Vinnum – DTSG Herten 3:3 (1:1)

Es war ein gerechtes Unentschieden zwischen Vinnum und Herten. Auch wenn die Westfalia sich nach dem Spiel vorwerfen lassen muss, dass sie es sich selbstverschuldet schwerer gemacht hat, als nötig war.

Denn zunächst verlief alles nach Plan gegen den Tabellendritten aus Herten. Nach einem Foul an Jusuf Demir im gegnerischen Sechszehner trat Sven Görlich an den Elfmeterpunkt – und verwandelte. Das 1:0 nach 34 Minuten.

Doch die Führung währte nur zehn Minuten. Mit einem 1:1 ging es in die Pause. Nun drehte Herten das Spiel – auch dank Vinnumer Unterstützung. Vor dem 2:1 leistete David Jendrich sich einen Fehlpass. Das 3:1 verwandelte Lars Kuck ins eigene Tor.

Doch Vinnum bewies Moral und schlug zurück. In der 79. Minute verwandelte Demir einen Sonntagsschuss aus 20 Metern zum 3:2. Der Ausgleich kam dann in der Nachspielzeit durch Lars Kuck, der offenbar sein Eigentor wieder gutmachen wollte – mit Erfolg. 3:3 mit dem Schlusspfiff. „Wir haben nochmal alles rausgehauen für die Zuschauer. Entsprechend groß war dann auch die Freude im letzten Heimspiel der Saison“, erklärte Vinnums Trainer Frank Bidar nach dem Spiel.

Vinnum: Roser - J. Görlich, Stolzenhoff, Rosowski (63. Rosengart), Cengiz, Demir, Stanek, Forsmann, Kuck, Jendrich (70. Diekmann), S. Görlich
Tore: 1:0 S. Görlich (34., Foulelfmeter), 1:1 Cetin (44.), 1:2 Cetin (48.), 1:3 Kuck (57., Eigentor), 2:3 Demir (79.), 3:3 Kuck (90.+4)

Kreisliga A2 Unna-Hamm
GS Cappenberg – SV Frömern 0:3 (0:3)

„Wir haben völlig verdient verloren und nur in der zweiten Halbzeit, die okay war, gezeigt, dass wir wollen“, war der zum Saisonende scheidende GSC-Trainer Patrick Osmolski enttäuscht.

Gleich nach zwölf Minuten zappelte der Ball im Netz von Keeper Philipp Grenigloh. Osmolski wähnte Frömerns Torschützen allerdings im Abseits. Beim zweiten Treffer für die Gäste schrie Grenigloh „Torwart“, erwischte den Ball aber nicht. Stattdessen köpfte Frömerns Thomas Bartling zum 0:2 (25.) ein.

Auch beim dritten Treffer leistete der GSC Mithilfe. Bei einer Flanke in den Strafraum grätschte Diedrich Grass in den Ball und spitzelte ihn ins eigene Tor (35.).

Erst nach dem Wechsel spielte der Gastgeber mit, war auf dem Platz präsenter. Allerdings blieben die Grün-Schwarzen ohne echte Torchance. Der eingewechselt Sebastian Drews schoss einmal aus 20 Metern aufs Tor. „Eine echte Chance hatten wir eigentlich nicht“, so Osmolski, der sich gewünscht hätte, dass sein Team versucht, den sechsten Platz zu halten. Durch den Sieg zog Frömern an Cappenberg vorbei. Da auch Mühlhausen siegte, liegt Cappenberg jetzt nur noch auf Platz acht. Osmolski hofft nun auf einen Heimsieg Pfingstmontag gegen den TuS Niederaden.

GSC: Grenigloh - Holtze, Augustin (46. Drews), Becker, Stasch, Kwiatkowski, Drees, Wißmann, Pestinger, Stiens, Grass
Tore: 0:1 Rose (12.), 0:2 Bartling (25.), 0:3 Grass (35., Eigentor)

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