Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Terrorgefahr: Verfassungsschutz gibt keine Entwarnung

Der NRW-Verfassungsschutz sieht bei der Terrorgefahr trotz einer zuletzt zurückgegangenen Zahl islamistischer Anschläge in Deutschland keinen Grund zur Entwarnung. Bundesweit gebe es derzeit rund 11 000 Salafisten, 3000 von ihnen lebten in Nordrhein-Westfalen, sagte der Leiter des NRW-Verfassungsschutzes, Burkhard Freier, am Dienstag bei einer Tagung zum Thema Innere Sicherheit in Essen. 832 von ihnen gelten als gewaltbereit und seien den Behörden namentlich bekannt. Davon würden mehr als 250 als sogenannte Gefährder eingestuft.

,

Essen

, 05.06.2018
Terrorgefahr: Verfassungsschutz gibt keine Entwarnung

Der Leiter des NRW-Verfassungsschutzes, Burkhard Freier. Foto: Marius Becker/Archiv

In NRW gebe es derzeit mehrere Herausforderungen. Die Radikalisierung gehe zum Beispiel immer schneller: „Das läuft heute in drei Wochen und nicht mehr in drei Jahren.“ Auch radikalisierten sich immer mehr jüngere Menschen, darunter seien auch Jugendliche unter 14 Jahren.

Freier sprach von einem Frühwarnsystem des Verfassungsschutzes, dass ausgebaut werde. „Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, Einzelpersonen zu beobachten und nicht mehr nur die Szene.“ Fragestellung sei, wie gefährlich die einzelne Person ist.