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Gemeinde Nordkirchen least ein Elektro-Auto

E-Mobilität in Nordkirchen

Die Gemeinde Nordkirchen geht beim Klimaschutz voran. Voraussichtlich ab Anfang 2019 können die Mitarbeiter bei Dienstfahrten umweltfreundlich unterwegs sein. Eine besondere Kooperation macht es möglich.

Nordkirchen

, 05.06.2018
Gemeinde Nordkirchen least ein Elektro-Auto

Elektrisch zum Arbeitseinsatz ermöglicht dieser Pritschenwagen, den die Gemeinde Nordkirchen getestet hat. Die Entscheidung über den Kauf hat die Gemeinde noch nicht getroffen. Sicher ist hingegen, dass die Gemeinde einen E-Golf least. © ANDREAS SCHMITTER

Viel unterwegs war Projektleiterin Kristin Holz in den vergangenen Monaten, um für die Gesellschaft des Kreises Coesfeld zur Förderung regenerativer Energien mbH (GFC) die Elektromobilität mit voranzutreiben. Dabei wurde schnell klar: Das Netz der Ladesäulen wird Stück für Stück dichter, es hapert jedoch gerade bei den Stadt- und Gemeindeverwaltungen an E-Autos. Vorbildcharakter sieht anders aus.

GFC-Geschäftsführer Stefan Bölte und Kristin Holz stellten im Gespräch mit den Verwaltungen schnell fest, dass gerade auch beim Thema Dienstwagen der finanzielle Aufwand der alles entscheidende Aspekt ist. Die Variante „Kauf von E-Autos“ war somit trotz starker staatlicher Fördermöglichkeiten schnell vom Tisch. Jetzt ist ein Pool von E-Dienstwagen geplant, den die GFC least und den Städten und Gemeinden zur Verfügung stellt. Für die Nutzungen zahlen die Verwaltungen 22 Cent je Kilometer.

E-Mobilität fördern

„Der Antrieb für uns ist, die E-Mobilität im Kreis weiter zu fördern“, sagt Projektleiterin Kristin Holz. Über die Notwendigkeit dürfte es keine zwei Meinungen geben. Obwohl der Kreis nachhaltig für E-Mobilität wirbt, sind nur drei der aktuell 19 Fahrzeuge des allgemeinen Kreis-Fuhrparks reine E-Autos. Bei den Städten und Gemeinden sieht es freilich noch viel schlechter aus. In Nordkirchen hat sich die Verwaltung dem Thema bislang vor allem theoretisch genähert, ein E-Auto besitzt die Gemeinde nicht. „Vor etwa einem Monat hat der Bauhof aber für einige Tage einen Pritschenwagen mit E-Motor getestet. Wir werten gerade die Ergebnisse aus“, sagt auf unsere Anfrage Bürgermeister Dietmar Bergmann.

Ein wichtiges Kriterium ist dabei die Zugkraft des Fahrzeugs. „Im Haushalt stehen Mittel für den Kauf eines Fahrzeugs bereit“, sagt Bergmann und macht damit deutlich, wie ernst es der Verwaltung bei diesem Thema ist. Schon einen Schritt weiter ist sie bei der Anschaffung eines neuen Dienstfahrzeugs. Nordkirchen will das Angebot des Kreises annehmen und einen E-Golf leasen. Überzeugt haben die Gemeindeverwaltung der „relativ günstige Kilometerpreis sowie die Reichweite. Mit dem Auto müssen wir auch weiter entfernte Termine wie etwa in Düsseldorf wahrnehmen können“, nennt Bergmann wichtige Entscheidungskriterien. Dazu kommt, dass die Gemeinde aktuell nur über zwei Dienstfahrzeuge verfügt. Sind sie im Einsatz, nutzen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Privat-Pkw und bekommen anschließend ein Kilometergeld.

Neben Nordkirchen interessieren sich weitere acht bis neun Städte und Gemeinden im Kreis konkret für das Leasinggeschäft. Noch sind die Verträge für die neuen E-Autos nach Aussage der GFC-Geschäftsführung nicht unterschrieben. Bis die Autos dann geliefert werden dauert es weitere acht Monate – also bis Anfang 2019. „So lange ist die Lieferzeit für die Autos“, sagt Kristin Holz. Geschäftsführer Stefan Bölte ergänzt, dass die Fahrzeuge über ein Autohaus und nicht direkt über einen Hersteller geleast werden.

Vertrag läuft drei Jahre

Entschieden hat sich die GFC mittlerweile für einen E-Golf. Er erfüllt nach Aussage von Bölte am besten die Anforderungen der Kommunen. „Er hat vier Türen und hat eine Reichweite von rund 300 Kilometern.“ Vor dieser Entscheidung habe sich die GFC verschiedenste Modelle auch ausländischer Hersteller angesehen. „Aber die wirtschaftlichste Variante war der VW Golf.“ Der Leasingvertrag läuft über drei Jahre. Zeit genug, um Erfahrungen mit einem E-Auto zu sammeln.

Und Zeit genug, um bei einem positiven Urteil mit einem neuen Vertrag die neueste Technik zu nutzen. Für den Moment ist aus Sicht von Projektleiterin Kristin Holz die Anschaffung der E-Autos die „logische Weiterentwicklung“ des E-Förderprogramms, das mit dem Aufstellen der Ladestationen seinen Anfang genommen hat.

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