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Gewerkschaft will neue Industriejobs in Kohleregionen

Die Bergbau-Gewerkschaft IG BCE fordert vor dem Start der Kommission zum Ausstieg aus der Kohle massive Investitionen in neue Industriejobs in den betroffenen Regionen. „Die Braunkohle-Kumpel wissen, dass die die Kohle irgendwann ausläuft. Aber wir müssen die Voraussetzungen schaffen, dass in den Revieren investiert wird - und zwar nicht in irgendwelche Nagelstudios oder Import-Export-Geschäfte, sondern in gute Industriearbeit“, sagte der Vorsitzende der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE), Michael Vassiliadis, der Deutschen Presse-Agentur.

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Berlin

, 06.06.2018

Das Bundeskabinett setzt an diesem Mittwoch die Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“ ein, die einen Ausstiegsplan für die Stromgewinnung aus Braunkohle und den Strukturwandel in den betroffenen Regionen erarbeiten soll. Braunkohle, deren Klimabilanz besonders schlecht ist, wird in Deutschland in großen Tagebauen abgebaut, unter anderem in der Lausitz und im Rheinland.

„Wir brauchen große Ansiedlungen von Unternehmen“, sagte Vassiliadis. Die Flächen dafür seien vorhanden. „Ich möchte geklärt wissen, was eigentlich einen privaten Investor motivieren soll, dort zu investieren.“

Notwendig seien konkrete Beschäftigungsperspektiven für die betroffenen Regionen. „Bisher war es so, dass die IG BCE und Verdi - zum Beispiel beim Atomausstieg - die Scherben aufsammeln konnten, die die Politik hinterlassen hatte. Denn die hatte keine Konzepte für den daraus folgenden Jobabbau. Das muss diese Regierung besser machen.“