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Weniger Scheidungen in NRW: sechstes Jahr besonders heikel

Glück und Glockenläuten „bis dass der Tod Euch scheidet“ - dieser Traum zerplatzt jedes Jahr für viele Paare. Immerhin sinken die Scheidungszahlen in NRW. Leidtragende beim Gang zum Scheidungsrichter sind vor allem die Kinder.

Düsseldorf

21.06.2018
Weniger Scheidungen in NRW: sechstes Jahr besonders heikel

Ein Ehering lieg auf einem Gerichtsbeschluss über eine Scheidung. Foto: Franz-Peter Tschauner/Archiv

Die Zahl der Scheidungen ist in Nordrhein-Westfalen deutlich zurückgegangen. Sie sank 2017 im Vorjahresvergleich um rund fünf Prozent auf knapp 36 000, wie das Statistische Landesamt am Donnerstag mitteilte. Die Scheidungszahl ist damit auf den niedrigsten Stand seit 1992 gefallen. Die Zahl der Hochzeiten war in den vergangenen Jahren stetig gestiegen.

Dabei war nicht nur das viel beschworene „verflixte siebte Jahr“ heikel für den Ehefrieden, sondern auch schon das sechste - mehr als 1800 Ehepaare zogen nach sechs Jahren den juristischen Schlussstrich, gut 1700 Paare nach sieben Jahren und immerhin 5400 Paare nach über 25 Jahren.

Die Initiative zur Scheidung geht weiter überwiegend von der Frau aus, das Verhältnis gleicht sich aber langsam an. 52,5 Prozent der Scheidungen wurden 2017 von den Ehefrauen beantragt, 2007 hatte der Anteil noch bei fast 55 Prozent gelegen.

Leidtragende der Scheidung sind meist neben den Partnern selbst vor allem die Kinder: Etwas mehr als die Hälfte der Scheidungspaare hatte 2017 mindestens ein minderjähriges Kind, insgesamt waren fast 31 000 Kinder betroffen, wie das Statistikamt berichtet.

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