Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige

Weniger ist mehr: Indierock-Duo Wye Oak immer besser

Berlin. Sie stammen aus Baltimore/Maryland, haben sich nach einem Baum benannt und sind wohl eines der interessantesten Indierock-Duos der USA. Mit ihrer fünften Studioplatte setzen Jenn Wasner und Andy Stack alias Wye Oak ihre stetige Aufwärtsentwicklung fort.

Weniger ist mehr: Indierock-Duo Wye Oak immer besser

Bei Wye Oak trifft Dreampop auf Alternative-Rock. Foto: Merge Records/Shervin Lainez

Seit gut zehn Jahren gibt es Wye Oak, dieses ungewöhnliche Duo, das sich nach dem Symbolbaum seines Heimat-Bundesstaates Maryland benannt hat. Mit ihrem neuen Album erreichen Jenn Wasner und Andy Stack einen kreativen Gipfel.

Man hält es kaum für möglich, dass das vielschichtige „The Louder I Call, The Faster It Runs“ (Merge/Cargo) nicht von einer viel größeren Band eingespielt wurde. Aber Wasner/Stack waren - ob im Studio oder bei ihren elektrisierenden Konzerten - immer schon Meister der personellen Selbstbeschränkung: Sie spielt Gitarre und Bass und singt - er bedient (oft gleichzeitig) Schlagzeug und Keyboards. Auch mit ihrer fünften Platte machen Wye Oak das Beste aus den bescheiden wirkenden Mitteln - und das ist richtig gut.

Der Titelsong, „It Was Not Natural“ oder der Closer „I Know It's Real“ gehören mit ihrer Mischung aus elektronischen Texturen und „handgemachten“ Sounds zu den tollsten Indie-Tracks dieses Frühjahrs. Dreampop und Alternative-Rock fließen auch in anderen Liedern wunderbar stimmig zusammen - stets getragen von Wasners klarer, teilweise gedoppelter und verfremdeter Stimme. Schon in den Projekten Flock Of Dimes und Dungeonesse hat die 32-Jährige ja zuletzt bewiesen, dass sie sich anschickt, eine der prägenden Sängerinnen ihrer Generation zu werden.

„The Louder I Call...“ ist nicht immer leichte Kost, man muss sich schon einlassen auf diese zwölf ambitionierten Lieder. Wer sich dafür Zeit und Offenheit gönnt, wird mit einem kraftvollen, höchst einfallsreichen Album belohnt. Höchste Zeit also, dass Wye Oak, deren Musik in der Heimat schon in etlichen Fernsehserien Verwendung fand, auch in Deutschland entdeckt werden.

Mit Live-Eindrücken ist das am 25. April in Berlin, am 27. April in Wien und am 29. April in Zürich möglich.

THEMEN

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Berlin. Er war einer der größten Soul-Sänger aller Zeiten: Otis Redding, der mit nur 26 Jahren auf tragische Weise starb. Vor allem ein Song machte den begnadeten Musiker aber unsterblich.mehr...

Berlin. Vom YouTube-Star zum einflussreichen Musiker: Shawn Mendes probiert sich auf seinem neuen Album in mehreren Genres und singt über Angstzustände und Terroranschläge.mehr...

Erfurt. Als abstürzender DJ Ickarus im Film „Berlin Calling“ und mit seinem Soundtrack dazu wurde der Elektro-Künstler Paul Kalkbrenner bekannt. Für ihn ging es in den letzten zehn Jahren steil bergauf. Mit seinem neuen Album „Parts of Life“ zieht er nun Bilanz.mehr...

Berlin. Groß verändert haben sich Ash im Laufe von gut 20 Bandjahren nicht - dafür ist ihr Gitarrenrock-Sound bis heute erstaunlich frisch geblieben. Auch auf dem neuen Album gibt es herrlich melodische Punkpop-Hymnen für den Baggersee.mehr...

Berlin. Seine „verletzte Seele“ ließ den großen Sänger Thomas Quasthoff vor einigen Jahren zeitweise verstummen. Nach Live-Auftritten kehrt er nun mit einem neuen Album zurück.mehr...