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Wer kann in der NBA Golden State vom Thron stoßen?

Oakland. Die Golden State Warriors gehören erneut zu den Favoriten in den am Samstag beginnenden NBA-Playoffs. Ein Selbstläufer wird die Titelverteidigung allerdings nicht. Deutsche Spieler sucht man bei den Endrunden-Spielen vergebens.

Wer kann in der NBA Golden State vom Thron stoßen?

Für Trainer Steve Kerr und die Golden State Warriors werden die Playoffs kein Selbstläufer; die Gegner sind stark. Foto: Alex Goodlett/AP

Die Ansprüche der Golden State Warriors haben sich in den vergangenen Jahren völlig verändert. Nach vielen Jahren ohne Playoff-Qualifikation gehört das Basketball-Team aus dem kalifornischen Oakland seit fünf Jahren zu den Favoriten um den Titel in der NBA.

Nun wollen sie die dritte Meisterschaft innerhalb von vier Jahren klar machen. Doch einfach wird das nicht: Vor dem Team von Trainer Steve Kerr liegen vier starke Gegner, mindestens 16 Spiele - und einige Fragezeichen.

Zum ersten Mal seit 2014 gehen die Warriors nicht als das beste Team der Vorrunde in die bevorstehenden Playoffs der NBA. Die Mannschaft um die beiden Superstars Stephen Curry und Kevin Durant tat sich die gesamte Vorrunde über schwer, die Intensität und den Fokus der vergangenen drei Spielzeiten aufrechtzuerhalten.

Hinzu kommt der Ausfall von Anführer und Spielmacher Curry, der sich im März am Knie verletzte. „Wir sind absolut in der Lage, auch ohne Steph, jeden Gegner zu schlagen“, sagte Trainer Kerr kurz nach der Verletzung des Spielmachers, der 2015 und 2016 als wertvollster Spieler der nordamerikanischen Basketball-Liga ausgezeichnet wurde. Der 30-jährige Curry wird seinem Team zumindest zum Playoff-Auftakt gegen die San Antonio Spurs fehlen. Der vierte Finaleinzug in Serie scheint gefährdet.

In den Spurs wartet in der erste Runde ein erfahrener Gegner auf den Titelverteidiger. Das Team von Erfolgstrainer Gregg Popovich geht jedoch ebenfalls geschwächt in die Endrunde. Star-Spieler Kawhi Leonard brachte es aufgrund von Knieproblemen nur auf neun Einsätze in der regulären Saison. Und Spieler wie Tony Parker, Manu Ginobili oder auch Pau Gasol befinden bereits im Spätsommer ihrer Karriere. 

Als absoluter Topfavorit auf den Titel gelten aktuell die Houston Rockets. Das Duo bestehend aus James Harden und Chris Paul verhalf den Texanern zur besten Vorrunde der Vereinsgeschichte: 65 Siege und 17 Niederlagen standen am Ende zu Buche.

Die Erwartungen innerhalb des Teams sind trotzdem noch nicht befriedigt. „Wir haben noch nichts erreicht“, sagte Harden, der die Liga mit einem Punkteschnitt von 30,4 Punkten pro Spiel anführte. Der Erstrunden-Gegner der Rockets sind die Minnesota Timberwolves, die sich erst am letzten Spieltag für die Playoffs qualifizieren konnten, und dadurch eine 14-jährige Durststrecke beenden.

Im Osten führt auch in diesem Jahr kein Weg an LeBron James und seinen Cleveland Cavaliers vorbei. Trotz einer verhältnismäßig schwachen Spielzeit beeindruckte „King James“ auch in seiner 15. NBA-Saison. Es war die Erste, in der er alle 82 Vorrundenspiele absolvierten konnte. „Wir sind eine von 16 Mannschaften, die die Chance haben, eine Meisterschaft zu gewinnen. Mehr kann man nicht verlangen“, sagte James nach dem letzten Vorrundenspiel der Saison. In der ersten Playoff-Runde kommt es für die Cavs zum Duell mit den Indiana Pacers.

Das Topteam der Eastern Conference, die Toronto Raptors, müssen erst noch beweisen, dass sie das Zeug haben, um bis ins Finale vorzudringen. Gleich zu Beginn müssen sie sich gegen die Washington Wizards behaupten.

Deutsche Spieler wird man bei den NBA-Playoffs allerdings nicht anfeuern können - zumindest nicht direkt auf dem Spielfeld. Daniel Theis schaffte mit den Boston Celtics zwar den Sprung in die Endrunde - allerdings ist für den 26-Jährigen die Saison nach einem Meniskusriss bereits beendet. Dennis Schröder (Atlanta Hawks), Paul Zipser (Chicago Bulls), Dirk Nowitzki und Maxi Kleber (beide Dallas Mavericks) haben sich mit ihren Mannschaften nicht für die Playoffs qualifizieren können.

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