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Autobahn 1: Mehr Lärmbelastung durch Ausbau?

WERNE Einen wesentlichen Einschnitt in ihrem direkten Wohnumfeld haben die Anwohner nahe der Autobahn in Stockum demnächst zu erwarten. Der Landesbetrieb Straßenbau NRW plant den sechsspurigen Ausbau der A 1 zwischen der Anschlussstelle Hamm-Bockum/Werne und dem Kamener Kreuz.

von Von Elisabeth Plamper

, 04.06.2008

Über den derzeitigen Verfahrensstand informierte der SPD-Ortsverein am Dienstag in der Pizzeria „La Taverna“ in seiner Bürgersprechstunde. Auf Anfrage des Ortsvereins teilte der Landesbetrieb Straßenbau NRW mit, dass die Regionalniederlassung Südwestfalen derzeit die Entwurfsunterlagen für den Ausbau erstellt.

Planungsphase bis Mitte 2009

Diese Planungsphase werde voraussichtlich bis Mitte 2009 dauern. Für das anschließende Planfeststellungsverfahren seien weitere zwei Jahre geplant.

Lärmschutz

Der jetzige Stand sieht vor, im Bereich Stockum die Autobahn um circa vier Meter nach Westen zu verlegen, erläuterte Jörg Jaspert. Angeregt diskutiert wurden in diesem Zusammenhang die Lärmschutzmaßnahmen.

Diese sollen sich laut Aussage des Landesbetriebes nach den gesetzlich vorgegebenen Werten gemäß § 16 Bundesimmissionsschutzverordnung für den Neubau von Straßen richten.

Sollten die lärmtechnischen Berechnungen ergeben, dass die Maßnahmen für die Anwohner nicht ausreichen, haben Eigentümer Anspruch auf direkten Lärmschutz an ihren Gebäuden wie beispielsweise den Einbau neuer Fenster.

Die Antragsstellung sei allerdings sehr aufwändig, wusste Jörg Jaspert aus eigener Erfahrung zu berichten. Er schlug vor, bei Bedarf seitens der SPD einen Arbeitskreis mit beratender Funktion für die Betroffenen anzubieten.

Ob und wie die Lärmwerte an der Autobahn in dem „Aktionsplan für Lärmquellen“, der nach EU-Vorgabe von den Kommunen erstellt wird, berücksichtigt werden müssen, wolle der Ortsverein im Gespräch mit der Stadt klären, kündigte Jaspert an.

Die Zukunft des nahe der Autobahn gelegenen Spielplatzes, werde voraussichtlich in der heutigen Sitzung des Jugendhilfeausschuss und Ausschuss für Familien diskutiert, erläutete Detlef Weise.

Erste Bürgersprechstunde

Es war die erste Bürgersprechstunde, die der SPD-Ortsverein in dieser Form ausrichtete. Geplant ist, zukünftig vor jeder Vorstandsitzung interessierten Bürgern die Möglichkeit zu geben, sich allgemein über Sachverhalte zu informieren und Probleme vorzutragen, so Jaspert.

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