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Bewährung trotz Bedenken

WERNE Zwei Jahre Jugendstrafe verhängte das Jugendschöffengericht Lünen gestern gegen einen 18-jährigen Werner wegen räuberischen Diebstahls, Trunkenheit im Verkehr und Fahrens ohne Fahrerlaubnis sowie Unfallflucht in zwei Fällen - auf Bewährung. Trotzdem blieben Bedenken.

19.06.2008
Bewährung trotz Bedenken

750 Euro muss der verurteilte Stiefvater zahlen.

Was hatte der Angeklagte „ausgefressen“? Am Abend des 17. September 2007 lieh er sich im Jugendzentrum „Rapunzel“ von einem Bekannten einen MP3-Player. Als der Bekannte den Player zurückhaben wollte, schlug der Angeklagte auf ihn ein und verschwand.

Etwa zwei Wochen später machte sich der Angeklagte mit seiner Freundin auf dem Gelände der Firma Westermeier an der Kamener Straße zu schaffen. Sie setzten sich in einen unverschlossenen „Daimler-Chrysler“ Geländewagen, in dem „zufälligerweise“ auch noch der Schlüssel steckte.

Fahrzeug und Fahrrad gestohlen

Der Angeklagte startete den Wagen, rammte andere Fahrzeuge und einen Betonpoller. Er fuhr, ohne Freundin, in Richtung Kamen davon. Infolge Alkoholkonsums kam er von der Fahrbahn ab, landete im Straßengraben und flüchtete mit einem geklauten Fahrrad.

Auf dem Weg nach Werne wurde er von einer Polizeistreife festgenommen. Der Angeklagte gestand die Straftaten ein. Sowohl Staatsanwalt als auch Verteidiger bemühten sich, dem jungen Angeklagten, der seit April 2008 unter gerichtlicher Betreuung steht, eine letzte Chance zu geben.

Der 18-Jährige muss jedoch 40 Stunden gemeinnützige Arbeit ableisten und an einer stationären Drogentherapie teilnehmen.

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