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Down-Syndrom: "Jeder Mensch hat seinen Wert"

WERNE „Warum hast du nicht abgetrieben?“ Diese Frage haben Heike Stube-Rosendahl und Sabine Kösling schon gestellt bekommen. Nach der pränatalen Diagnose wussten sie: Ihre Kinder haben das Down-Syndrom. Stress, nervliche Belastung, medizinischer Aufwand – sie wussten, was auf sie zukam.

von Von Daniel Claeßen

, 12.06.2008
Down-Syndrom: "Jeder Mensch hat seinen Wert"

Sabine Kösling (l.) und Heike Stube-Rosendahl diskutierten mit den Zwölfern des Christophorus-Gymnasiums.

Doch die Mütter dachten nicht daran, „ihre Kinder zu töten“, wie sie provokant sagen. „Jeder Mensch hat seinen Wert in sich.“ Daran glaubten die beiden, und sie fanden bald Menschen, die sich diesen Satz zum Leitmotiv gemacht hatten: Die Initiative Down-Syndrom Kreis Unna bekämpft seit zehn Jahren die Vorurteile gegenüber dem Gen-Defekt.

Kontakt über das Internet

Über das Internet erreichen Heike Stube-Rosendahl Anfragen von Schülern und Lehrern. Auch die Mütter selbst gehen in die Schulklassen, stellen sich und das Leben mit ihren Kindern vor. „Vielen ist nicht bewusst, dass es sich beim Down-Syndrom nicht um eine Krankheit handelt“, weiß Sabine Kösling.

Gestern waren die beiden Mütter zu Gast in der Jahrgangsstufe zwölf des Christophorus-Gymnasiums „Wer nichts leisten kann, steht schnell am Rand“, wussten sie zu berichten. „Wenn jeder erkennt, dass Menschen mit Down-Syndrom auch individuelle Fähigkeiten haben, sind wir schon viel weiter.“

Heike Stuben-Rosendahl appellierte an die Schüler: „Ihr habt die Chance, eine neue Leistungsgesellschaft zu bilden, in der jeder Mensch seinen Wert hat.“

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