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Erdbeersaison eröffnet

WERNE Frisches Obst aus der Region liegt im Trend. Am Dienstag hat auf dem Hof Schulze Twenhöfen die Erdbeersaison eröffnet. Hier gilt: Selberpflücken und Naschen erlaubt.

von Von Daniel Claeßen

, 03.06.2008

Erich Pflaumbaum hievt den Eimer auf die Waage. "Zum ersten Mal keine selbst gegessen", gibt er zu Protokoll. 2,8 Kilogramm Erdbeeren hat der Rentner, seit Jahr und Tag Selbstpflücker, innerhalb von zehn Minuten gesammelt - die ersten frischen Erdbeeren des Jahres.

Seit Dienstag ist das Erdbeerfeld von Martin Schulze Twenhöven für die Selbstpflücker geöffnet. "Damit liegen wir gut in der Zeit, viel früher ist es sonst auch nicht", sagt der Landwirt mit Blick auf die reich behangenen Pflanzen.

"Letzte Woche waren wir noch unsicher, doch dann sind sie wie auf einen Schlag reif geworden." Seine Frau Rita ergänzt: "Im vergangenen Jahr, als wir zwei Wochen eher eröffnet haben, war das die absolute Ausnahme." Bis zu 800 Kilo - je nach Wetterlage - können seine zehn Erntehelfer täglich sammeln. "Der Rest ist für die Selbstpflücker."

Sonne lud zum Ernten ein

Und die waren gestern bereits aktiv. Denn statt des angekündigten Regens lud die Sonne zum Ernten auf den Feldern ein. "Allerdings werden nicht mehr die ganz großen Mengen gepflückt", weiß Rita Schulze Twenhöven. "Früher kamen pro Kopf bis zu 55 Kilo zusammen." Doch die großen Familien von damals seien älter geworden und kommen nicht mehr wieder. "Schade eigentlich." Heute bewegt sich die durchschnittliche Ausbeute zwischen zwei und fünf Kilo. "Lieber öfter und dafür frisch pflücken", meint eine der Frauen auf dem Feld.

Wer keine Lust auf die Feldarbeit hat, bedient sich an den abgepackten Portionen, die zum Preis von zwei Euro je 500 Gramm oder neun Euro je 2,5 Kilo angeboten werden. "Aber das Pflücken macht mehr Spaß", weiß Rita Schulze Twenhöven. Und billiger ist es auch: Zwei Euro für ein Kilo. Außerdem gehört "das Naschen doch dazu", so die Landwirtin. Wer selber pflückt, darf so viele Erdbeeren essen, wie er kann. Sohnemann Christoph hat es bereits ausprobiert: "Man muss nur eine Reihe durchgehen, dann ist man satt."

Drei Hektar großes Feld

Drei Hektar groß ist das Erdbeerfeld an der Wesseler Straße Nr. 4. Die Reihen sind mit Stroh ausgelegt, so dass das Pflücken auch an verregneten Tagen möglich ist. "Der Boden bleibt fest, und das Wasser spritzt nicht auf die Früchte", erklärt Rita Schulze Twenhöven. Sie schätzt, dass die Felder "etwa fünf bis sechs Wochen" für Selbstpflücker geöffnet sind.

 

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