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Hohe Energiekosten: Werne spart

WERNE Die Spritpreise treiben jedem Autofahrer die Tränen in die Augen, Strom wird teurer – und nun haben auch die Gasversorger drastische Preiserhöhungen angekündigt. RN-Redakteurin Irene Steiner hat Werner Bürger gefragt, wie sie als Endverbraucher dem Kostendruck Stand halten.

von Von Irene Steiner

, 10.06.2008
Hohe Energiekosten: Werne spart

Stecker raus ist eine Lösung, doch nicht immer praktikabel. Einige WErner Bürger ließen sich etwas kreativeres einfallen.

Und tatsächlich reagieren die Werner mit viel Kreativität auf die steigenden Ernergiepreise. Markus Rüth zum Beispiel hat für sich und seine Familie sein Haus (Baujahr 77) mit viel Kreativität zum Energiesparhaus gemacht.

„Wir haben eine moderne Heizungsanlage eingebaut und jetzt auch ein Hauswasserwerk, mit der wir Wasser für den Garten pumpen. Seit zwei Jahren haben wir auch eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach. 20 Jahre lang speisen wir den Strom ins RWE-Netz ein, doch dann reicht es für unseren Warmwasserbedarf“, hat der Familienvater in Elternzeit ausgerechnet.

Auf den Trockner verzichtet Familie Rüth allerdings nicht: „Das geht nicht“, sagt Markus Rüth und guckt schmunzelnd auf seinen fast einjährigen Sohn Arne. Denn der hat schließlich einen großen Bruder: Erik ist sieben.

Auf Vorbeugung setzen

Kathrin Michels setzt bei ihren Energiesparmaßnahmen auf Vorbeugung. Sie ist gerade nach Werne gezogen, und dort will sie die Heizung vor ihrem kleinen Sohn Timo schützen: „Es gibt Schalter, mit denen man verhindert, dass Kinder die Heizung zum Beispiel aus Versehen anmachen. Peter und Karin Poppenborg setzen angesichts der hohen Energiepreise auf sparen, sparen, sparen.

„Wir machen alle Lampen aus, die wir nicht brauchen, auch die Heizkörper müssen nicht überall an sein.“ Im Geldbeutel macht sich das dennoch nicht bemerkbar: „Wir sparen ein, doch die Mehrkosten treiben die Kosten trotzdem.“

Häufig kein Sparpotential

Fischhändler Thomas Wilk kann gar nicht erst sparen, obwohl die Kosten auch bei ihm drastisch in die Höhe gegangen sind: „Ich muss einmal in der Woche tanken. Früher kostete das 60 Euro, heute 100. Und Strom und Gas kommt noch dazu.“ Sparen kann der Fischhändler kaum: „Der Fisch muss gekühlt werden und wenn wir in der Fritteuse sparen wollen, dann müssen wir einen neuen Herd haben. Aber der kostet 10 000 Euro!“ Geld, das erst einmal erwirtschaftet werden muss.

Peter Sarnow sieht die Entwicklung der Energiekosten mit Galgenhumor: „Ich kann sowieso nichts machen. Ich habe 1991 gebaut, wir haben einen Elektro-Fußbodenheizung. Aber keinen Keller. Wir können gar keinen Kessel hinstellen.“

Und andere Spar-Möglichkeiten sind nach Ansicht von Peter Sarnow keine: „Alle reden von der langen Lebensdauer von Energiesparlampen. Ich hatte welche, die waren nach fünf Mal anmachen kaputt.“

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