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Stockum präsentiert sich in Festlaune

STOCKUM Das Verhältnis von Stockumern und Wernern gibt immer wieder Anlass zu kleinen Sticheleien. Dass dies jedoch in aller Freundschaft geschieht, wurde beim Festakt am Freitag zum 1150-jährigen Bestehen des „Dorfes“ deutlich.

von Von Rudolf Zicke

, 13.06.2008
Stockum präsentiert sich in Festlaune

Mit dem Flötenensemble zog der Festzug zum Museum.

Seit’ an Seit’ saßen Stockumer und Werner im Bürgersaal des Alten Rathauses und gaben gemeinsam den Startschuss zu den dreitägigen Feierlichkeiten zum Jubiläum. Zahlreiche Ehrengäste gratulierten den „Werner Stockumern“ zum Jubiläum, darunter „Verwandte“: Repräsentanten aus Unna-Stockum, aus Witten-Stockum, aus dem sauerländischen Sundern-Stockum und dem niederrheinischen Voerde-Stockum.

Launische Grußworte

In launischen Grußworten betonten sie die Ähnlichkeiten aller Stockumer. „Wir sind wirklich alle ein wenig dickköpfig“, bestätigte Ortsvorsteher Wilhelm Dördelmann aus Unna-Stockum, „wir sind aber liebevoll dickköpfig.“ Sein Begleiter, Schützenoberst Karl-Friedrich Baymann, ergänzte: „Stockumer sind etwas ganz Besonderes.“ Für die Idee, die „anderen Stockumer“ einzuladen, sowie für die Organisation der Feierlichkeiten bedankten sich die Stockumer Ratsfrau Petra Klimek und auch Bürgermeister Rainer Tappe beim Festausschuss.

Rückblick auf Geschichte

Tappe hielt in seiner Rede einen Rückblick auf die jüngere Geschichte Stockums. Er erinnerte an die zahlreichen politischen Veränderungen im Laufe der vergangenen 200 Jahre, vor allem an die Kommunalreform 1975, als Stockum zum Ortsteil von Werne wurde. Schmunzelnd zitierte der Bürgermeister einen Passus aus dem Gebietsänderungsvertrag. Dort wurde den Stockumern, die um ihr kulturelles Eigenleben fürchteten, zugesichert: „Das örtliche Brauchtum und das kulturelle Eigenleben der bisherigen Gemeinde Stockum bleiben unangetastet. Sie sollen sich auch weiterhin frei und ungehindert entfalten können.“

Gedenken an W. Lünig

Ganz besonders hob Rainer Tappe die Verdienste des 2007 verstorbenen Wolfgang Lünig hervor, der sich u.a. als Kommunalpolitiker, als Naturschützer, als Ortsheimatpfleger und Heimatvereinsvorsitzender Jahrzehnte für die Belange Stockums engagiert habe. Über die Geschichte Stockums von 858 bis 1858 referierte sehr detailliert Archivar Dr. Gunnar Teske. Er berichtete über Klöster, Rittergüter, Höfe und Herrlichkeiten, über Brandschatzungen und Gerichtsbarkeit. Für ein stilechtes Flair des Festaktes sorgten das Flötenensemble „Flauto incantato“ und eine Kindergruppe, die in historischen Kostümen aus dem Museumsfundus auftraten. Die sangliche Untermalung des Festaktes übernahm der Kirchenchor St. Sohia

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