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Streik der Milchbauern zeigt Wirkung

WERNE Langsam zeigt der Streik der Milchbauern Wirkung: In den Milchregalen der Einzelhändler klaffen die ersten Lücken: „Jetzt wird es ernst“, bestätigt Clemens Overmann.

von Von Irene Steiner

, 04.06.2008
Streik der Milchbauern zeigt Wirkung

Erste Lücken zeigen sich in den Milchregalen der Werner Lebensmittelhändler.

„Auf dem Großmarkt gab es schon Engpässe bei der H-Milch und das wird in den nächsten Tagen noch enger“, sagt der Werner Lebensmittelhändler, der dennoch seine Sympathie mit den streikenden Milchbauern nicht verhehlt:

 „Die Milch kostet heute genauso viel wie vor vierzig Jahren. Das ist doch nicht richtig, auch wenn die Kühe heute leistungsfähiger sind.“

Gröblinghoff hat H-Milch eingelagert

Auch bei Gröblinghoff zeigt das Milchregal Lücken. Allerdings führt das Besitzer Markus Gröblinghoff eher auf die Vorsorge der umsichtigen Konsumenten als auf Lieferengpässe zurück: „Wir haben selbst schon zu Beginn des Streiks einige Paletten H-Milch mehr eingelagert. Andere haben das wohl auch gemacht, jedenfalls gab es am Wochenende in diesem Bereich Lieferengpässe.

Und auch die Frischmilch hält sich ja inzwischen acht bis zehn Tage, so dass sich sicher auch viele Konsumenten bevorraten. Bisher haben wir noch alles geliefert bekommen, was wir geordert haben. Das habe ich persönlich überprüft. Aber morgen kann das ganz anders aussehen.“

K+K hat noch keine Probleme

Auch bei K+K war die Milchlage gestern noch entspannt, wie die stellvertretende Marktleiterin Bianca Surholt bestätigt: „Im Moment haben wir noch keine Probleme.“

Auf der Erzeugerseite jedenfalls bröckelt die Streikfront keineswegs, im Gegenteil: Immer mehr Milchbauern beteiligen sich an dem Ausstand.

Darunter auch Milchviehhalter wie Robert Schulze Kalthoff, der seit dem Wochenende täglich 1000 Liter Milch an seine Schweine verfüttert. „Die Milchpreise sind einfach nicht mehr kostendeckend.“ Diese Woche will er auf jeden Fall seinen Milchlieferboykott aufrecht erhalten.

Landwirte sind mit der Streikmoral zufrieden

Auch Christian Ophaus, hiesiger Vertreter des Bundes Deutscher Milchviehhalter ist mit der Streikmoral seiner Bauern zufrieden: „Wir sind auf einem guten Weg.“ Blockiert würden nach wie vor Auslieferungslager von Aldi und Edeka. Denn dort sitzt nach Ophaus‘ Überzeugung der Gegner: „Unser Kampf gilt dem Einzelhandel. Der Handel muss uns Preise zahlen, die uns eine Existenz ermöglichen. 

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