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Blau-grüne Säule überwacht Maut, nicht die Geschwindigkeit

Maut-Säule an der B54 in Werne

An der B54, kurz vor der Grenze zu Herbern, entsteht momentan eine automatische Mautkontroll-Säule. Das Fundament ist schon fertig. Obwohl sie wie eine Blitzer-Säule aussieht: Die Geschwindigkeiten misst sie nicht.

Werne

, 22.04.2018
Blau-grüne Säule überwacht Maut, nicht die Geschwindigkeit

Ab 1. Juli ist die Säule im Einsatz. Das Fundament und die Leitplanke sind schon fertig. © Wilco Ruhland

Ab dem 1. Juli gilt die Lkw-Mautpflicht auf allen Bundesstraßen in Deutschland. Deswegen entsteht an der Münsterstraße/B54, kurz vor der ehemaligen Gaststätte „Zum letzten Wolf“, eine von bundesweit 600 automatischen Kontrollsäulen der Firma „Toll Collect“. Das Fundament ist bereits gegossen.

Maut-Säulen sind vier Meter hoch

Die Kontrollsäulen ergänzen die mobilen Kontrollen des Bundesamtes für Güterverkehr. Die Säulen sind vier Meter hoch und blau/grün gekennzeichnet. Sie dienen ausschließlich der Mautkontrolle. Die Geschwindigkeit überprüfen sie nicht. Mautpflichtig sind Fahrzeuge und Fahrzeugkombinationen ab 7,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht.

Blau-grüne Säule überwacht Maut, nicht die Geschwindigkeit

So ähnlich sieht die künftige Maut-Säule an der B54 aus. Sie kontrolliert nur Lkw ab 7,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht. © Int und ext. Kom., soz. Medien,

Diese Säulen „machen den gleichen Job wie die Kontrollbrücken, die man von Autobahnen kennt“, so Toll-Collect Sprecherin Antje Schätzel. Sie erstellen von jedem Fahrzeug drei Aufnahmen: Ein Übersichts-, ein Seitenansichts- und ein Kennzeichenbild, wie Schätzel erklärt. Außerdem nimmt die Säule Kontakt mit dem entsprechenden Gerät im Fahrzeug auf. Über eine eingebaute „On-Board-Unit“ lässt sich, je nach Anhänger, die entsprechende Achsenzahl einstellen.

Hat der Fahrer die Achszahl richtig eingestellt und überprüft, ob die On-Board-Unit funktionsbereit ist, löschen sich die Bilddaten in Sekunden, so Schätzel.

Daten sollen Mautverstöße kontrollieren

Es werden ausschließlich Daten von mautpflichtigen Kraftfahrzeugen ab 7,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht, bei denen der Verdacht auf einen Mautverstoß besteht, an ein Kontrollzentrum weitergeleitet. Mautverstöße wären jedoch „kein riesiges Problem“ in Deutschland, so die Toll Collect-Sprecherin. Die Quote läge bei unter einem Prozent.

Expertenschätzungen gehen davon aus, dass ab dem 1. Juli weitere rund 30.000 Unternehmen unter die Mautpflicht fallen. „Es gibt einige Unternehmen, die nur im Nahverkehr unterwegs sind“, meint Schätzel. Diese und weitere sollten sich frühzeitig informieren, ob ihre Fahrzeuge unter die Mautpflicht fallen, empfiehlt sie.

Der Auftraggeber gab die Streckenabschnitte, für den Aufbau der Kontrollsäulen, vor. Er wählte vor allem Abschnitte, auf denen viele mautpflichtigen Lkw fahren. Auf Basis dieser Vorgabe prüfte Toll Collect, anhand mehrerer Kriterien, an welchen genauen Standorten sie Säulen aufbauen können.

Eine demnächst zwischen Werne und Herbern.

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