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Whistleblowerin Chelsea Manning bei re:publica

Berlin. Die Digitalisierung ist längst in der breiten Masse angekommen. Und auch die Internetkonferenz re:publica in Berlin öffnet sich zunehmend dem Mainstream. Das zeigt das diesjährige Motto „POP“ sowie ein Bürgerfest, das erstmals im Anschluss an die Konferenz stattfindet

Whistleblowerin Chelsea Manning bei re:publica

Whistleblowerin Chelsea Manning kommt zur Internetkonferenz re:publica nach Berlin. Foto: Steven Senne/AP

Die Internetkonferenz re:publica geht in diesem Jahr mit dem Motto „POP“ über die Bühne. Vom 2. bis 4. Mai werden zu der Digitalkonferenz und der begleitenden Media Convention mehr als 9000 Besucher am Berliner Veranstaltungsort Station erwartet.

Zu den hunderten Sprechern gehört auch US-Whistleblowerin Chelsea Manning, die vor einem Jahr aus der US-Militärhaft entlassen worden war. Sie werde „über ihr neues Leben als freier Mensch sprechen, über zivilen Ungehorsam, über radikale Politik und die Folgen von unkontrollierbarer Staatsmacht“, teilten die Organisatoren am Dienstag mit. Erstmals soll es in diesem Jahr in Anschluss an die re:publica ein kostenloses Bürgerfest geben.

Mit dem Motto „POP“ verbinden die Macher auch eine Öffnung zum Mainstream, da die Digitalisierung inzwischen in allen Teilen der Gesellschaft angekommen sei. „POP ist, was die Masse erreicht und was unsere Gesellschaft verändert - zum Guten wie zum Schlechten“, sagte re:publica-Mitgründerin Tanja Haeusler. „So schwingt in dem Begriff auch der Populismus mit, den wir auf politischer Ebene sehen und kritisch beleuchten wollen.“ Aber in POP stecke auch Positives, so könnten die Buchstaben für „Power of People“ stehen.

Als Öffnung zu breiteren Masse kann auch das Netzfest verstanden werden, das am 5. Mai seine Premiere feiert. Jeder sei eingeladen, auf das Konferenzgelände zu kommen, wo es ein vielfältiges Programm mit Debatten und Vorträgen geben werde. „Wir möchten komplexe digitale Themen für jeden erlebbar machen“, erklärte Mitgründer Andreas Gebhard.

Auch bei der zwölften Ausgabe der re:publica geht es wieder um digitale Themen in allen Facetten: Von Künstlicher Intelligenz über Blockchain und Smart Cities bis hin zu Fin Tech und Virtuelle Realität. Auch der Datenskandal um Facebook und Cambridge Analytica soll zur Sprache kommen, kündigte Mitgründer Markus Beckedahl an. Denn: „Es wird nicht das letzte Datenleck gewesen sein.“

Die gemeinsame Eröffnungsrede der re:publica und der Media Convention hält die Medienwissenschaftlerin und Sozialforscherin Dana Boyd. Darin will die New Yorkerin beleuchten, wie wir uns gegen eine von Algorithmen bestimmte Welt wehren können.

Zu den weiteren Gästen der dreitägigen Doppel-Veranstaltung zählen Physiker und Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeshwar, Wikimedia-Direktorin Katherine Maher sowie die SPD-Minister Hubertus Heil und Katharina Barley. Die Autorinnen Sibylle Berg, Marc-Uwe Kling und Juli Zeh reden über „Digitale Selbstverteilung“.

Journalist Richard Gutjahr berichtet über seinen Kampf gegen Verschwörungstheoretiker. Moderatorin Dunja Hayali und Kai Gniffke, Chefredakteur von ARD-aktuell, sprechen über Journalismus im Netz. Bei der Media Convention stellt sich ZDF-Intendant Thomas Bellut der Frage, wie Journalismus in der digitalen Zukunft aussehen kann.

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