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Wie werde ich Industrie-Isolierer/in?

Bremen. Der Industrie-Isolierer gehört zu den unbekannteren Ausbildungsberufen - zu Unrecht. Denn vieles dreht sich hier um Zukunftsthemen wie Klimaschutz und Energieeffizienz. Entsprechend gut sind die Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

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Nichts für zwei linke Hände: Handwerkliches Geschick ist bei der Oguzhan Akpinars Ausbildung zum Industrie-Isolierer Pflicht. Foto: Carmen Jaspersen

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Kein Bürojob: Im Rahmen seiner Ausbildung zum Industrie-Isolierer ist Oguzhan Akpinar (l), hier mit Ausbildungsleiter Marc-André Kujau, viel unterwegs. Foto: Carmen Jaspersen

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Nicht nur im Betrieb, auch in der Berufsschule steht bei der Ausbildung zum Industrie-Isolierer die handwerkliche Praxis im Mittelpunkt. Foto: Carmen Jaspersen

Seinen Ausbildungsplatz fand Oguzhan Akpinar über eine Jobmesse und ein Praktikum. Das Thema Nachhaltigkeit lag ihm am Herzen, nur im Büro sitzen wollte er nicht - am Ende wurde es die Ausbildung zum Industrie-Isolierer.

Inzwischen ist der 22-Jährige im ersten Lehrjahr bei der Firma Kaefer Isoliertechnik in Bremen. „Mir macht die abwechslungsreiche Arbeit Spaß. Man sieht viele Standorte und lernt sehr viel kennen, auch viele Leute“, sagt Akpinar. Auch das Handwerkliche an seinem Job schätzt er: „Man muss schon einen Spaß daran haben, mit Metall umzugehen und sollte keine zwei linken Hände haben.“

„Räumliches Vorstellungsvermögen ist ganz wichtig“, nennt Marc-André Kujau, Ausbildungsleiter für Isolierer bei Kaefer, eine weitere Voraussetzung für den Job. Bei den Zeugnissen von Bewerbern schaue er vor allem auf die Mathematiknoten. „Wichtig ist sicherlich, dass man eine gewisse Disziplin mitbringt“, ergänzt Helmut Bramann. Er betreut beim Hauptverband der Deutschen Bauindustrie in Berlin die Unternehmen der Isoliertechnik.

Drei Jahre dauert die duale Ausbildung zum Industrie-Isolierer. Laut der Bundesagentur für Arbeit stellen die Betriebe überwiegend junge Leute mit mittlerem Bildungsabschluss ein. Hauptschulabsolventen und Abiturienten gibt es aber auch, erklärt Bramann.

Industrie-Isolierer sind für die Dämmung an Rohren, Behältern, Maschinen und Gebäuden zuständig, zum Beispiel in Chemieanlagen oder Brauereien. Sie beraten Kunden dazu, welches Material ideal ist und welche Ummantelung als Schutz für die Dämmung angebracht werden muss. Die theoretischen Grundlagen dafür lernen die Azubis in der Berufsschule in sogenannten Fachklassen, hinzu kommen Praxiseinheiten. Der richtige Umgang mit dem Material ist dabei das A und O. Und auch im Betrieb geht es daher um alle Arten von Isolierungen und deren Schutz vor Beschädigung oder Witterung.

Die Bezahlung in der Ausbildung ist tariflich festgelegt. Im ersten Lehrjahr verdient ein Azubi in der Isoliertechnikbranche in den westlichen Bundesländern monatlich 785 Euro, im zweiten 1135 und im dritten 1410 Euro. Im Osten sind es 705, 910 und 1130 Euro. Trotzdem geht die Bewerberzahl seit Jahren immer weiter zurück.

Das ist schlecht für die Branche - und gut für fertige Azubis. „Mit einem guten Abschluss hat man wahnsinnige Zukunftsaussichten. Industrie-Isolierer werden händeringend gesucht“, sagt Bramann. Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es ebenfalls einige: Im gewerblichen Bereich sind das vom Vorarbeiter über den Polier oder Meister Aufstiegsperspektiven bis zum Bauleiter. „Auf der anderen Seite gibt es die Möglichkeit, weiter in den bautechnischen Bereich zu gehen, indem man praxisorientierte Ingenieurlehrgänge macht, Bachelor- oder Masterabschluss hinlegen kann.“

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Nichts für zwei linke Hände: Handwerkliches Geschick ist bei der Oguzhan Akpinars Ausbildung zum Industrie-Isolierer Pflicht. Foto: Carmen Jaspersen

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Kein Bürojob: Im Rahmen seiner Ausbildung zum Industrie-Isolierer ist Oguzhan Akpinar (l), hier mit Ausbildungsleiter Marc-André Kujau, viel unterwegs. Foto: Carmen Jaspersen

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Nicht nur im Betrieb, auch in der Berufsschule steht bei der Ausbildung zum Industrie-Isolierer die handwerkliche Praxis im Mittelpunkt. Foto: Carmen Jaspersen

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