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Wildpferdefang bei Dülmen: 36 junge Hengste eingekreist

Dülmen. Den traditionellen Wildpferdfang im Münsterland haben am Samstag etwa 15 000 Besucher beobachtet. Das staubige Tierspektakel spielte sich bei sommerlichen Temperaturen im Naturschutzgebiet Merfelder Bruch bei Dülmen ab. Immer am letzten Samstag im Mai lässt der Besitzer Rudolf Herzog von Croÿ junge Hengste einfangen. 2018 waren es nach Angaben des Veranstalters 36 Tiere. Geschehe das nicht, würde die Herde der Dülmener Wildpferde auf der rund 360 Hektar großen Fläche zu groß. Außerdem verletzen sich die Tiere bei Rangkämpfen der männlichen Tiere.

Wildpferdefang bei Dülmen: 36 junge Hengste eingekreist

Fänger stehen bei Dülmen (Nordrhein-Westfalen) am Wildpferdfangtag 2014 in der Wildpferdarena bereit, um einen Hengst einzufangen. Foto: Henning Kaiser/Archiv

Das Einfangen der Wildpferde wird begleitet von einem Volksfest rund um die Arena. Pferdeliebhaber aus ganz Deutschland und den Nachbarländer reisen bereits Stunden früher an. Auf den Weiden grasen die Jungtiere dann noch friedlich und fast handzahm neben ihren Müttern, während die Zuschauer mit einem Glas Bier oder Wein in der Hand über die Wege spazieren.

Gegen 15.00 Uhr begann dann das Spektakel. Dabei lief ein großer Teil der 400 Tiere umfassenden Herde in eine Arena ein. Anschließend trennte eine Gruppe von Fängern die Jungtiere von ihren Müttern. Dabei gibt es einen ganz besonderen Moment: Sekunden bevor die Tiere beim Einlaufen zu sehen sind, hören die Zuschauer den Hall der Hufe, der sich wie Donnergrollen anhört.

Die Fänger, meist junge Männer von den Bauernhöfen aus der Umgebung, trennen die Jungtiere in der Arena dann von den Stuten. Per Hand und mit ausgebreiteten Armen werden die kleinen Hengste dann eingefangen und zu einem abgetrennten Gatter geführt. Anschließend folgt die Versteigerung der Tiere. Mit dem Erlös finanziert von Croÿ teilweise den Unterhalt der Herde. So muss in den kalten Wintermonaten die Herde mit Heu zugefüttert werden.

Nach Kritik von Tierschützern werden die Tiere seit Jahren sanfter eingefangen. Früher rissen die Fänger die Tiere am Hals herum und drückten die Hengste auf den Boden. Das war für Mensch und Tier oft mit Verletzungen und zumindest blauen Flecken verbunden. Heute wird das Spektakel von einer Expertin der Tierärztlichen Hochschule Hannover begleitet. Die Verhaltensbiologin Willa Bohnet schult die Fänger und bringt ihnen den sanfteren Fang bei.

Proteste von Tierschützern bereits an den Zufahrtswegen - wie in den vergangenen Jahren - blieben in diesem Jahr aus.

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