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Wolfgang Niedecken denkt gerne an Vinyl-Zeiten zurück

Berlin. Wolfgang Niedecken trauert den golden Vinyl-Zeiten nach. Aber Trübsal will er desweegen nicht blasen.

Wolfgang Niedecken denkt gerne an Vinyl-Zeiten zurück

Wolfgang Niedecken überreicht Klaus Voormann den Echo für das Lebenswerk. Foto: Jörg Carstensen

Rocksänger Wolfgang Niedecken (67) findet es schade, dass Plattencover in Zeiten von Musikdownloads immer weniger Bedeutung haben.

„Die komplette Situation ist natürlich traurig. Ich bin mit Vinyl-Scheiben aufgewachsen und Booklets. Unsere Band macht das heute auch noch, wir bleiben genau genommen Old School“, sagte Niedecken am Donnerstagabend am Rande der Echo-Verleihung in Berlin der Deutschen Presse-Agentur.

Dennoch nutze seine Gruppe BAP natürlich heute auch die sozialen Medien. „Da geht kein Weg dran vorbei. Man muss ja Reklame machen für die Tourneen, wovon wir heute hauptsächlich leben. Der Tonträgerumsatz geht in den Keller, das muss man einfach konstatieren.“

Der 67-Jährige will aber kein Trübsal blasen. „Wir haben die großen Vinyl-Zeiten miterlebt, und dafür bin ich sehr dankbar. Man kann nicht erwarten, über vier Jahrzehnte gleichbleibende Dinge vorzufinden. Das ist ja Quatsch.“

Niedecken hatte bei der Echo-Verleihung den Preis für das Lebenswerk an Musiker und Grafiker Klaus Voormann (79) überreicht. Der Freund und Wegbegleiter der Beatles gestaltete unter anderem das Cover des berühmten „Revolver“-Albums der Beatles, wofür er 1967 mit dem Grammy ausgezeichnet wurde.

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