Diese Website speichert Cookies auf Ihrem Computer. Diese Cookies werden verwendet, um Ihre Website zu optimieren und Ihnen einen persönlich auf Sie zugeschnittenen Service bereitstellen zu können, sowohl auf dieser Website als auch auf anderen Medienkanälen. Mehr erfahren über die von uns eingesetzten Cookies finden Sie in unserer Datenschutzrichtlinie
Anzeige

Xerox-Übernahme gescheitert - Fujifilm sagt ab

New York. Der für seine Kopiergeräte-Technik und IT bekannte US-Konzern Xerox hat nach erbittertem Widerstand zweier Großinvestoren den geplanten Verkauf an den japanischen Rivalen Fujifilm abgesagt.

Xerox-Übernahme gescheitert - Fujifilm sagt ab

Der für seine Kopiergeräte-Technik und IT bekannte US-Konzern Xerox hat nach erbittertem Widerstand zweier Großinvestoren den geplanten Verkauf an den japanischen Rivalen Fujifilm abgesagt. Foto: Koji Sasahara

Firmenchef Jeff Jacobson geht, die Investoren Carl Icahn und Darwin Deason bekommen die Kontrolle im Verwaltungsrat. Es ist bereits der zweite Versuch, den Streit beizulegen. Anfang Mai gab es zunächst die Einigung, den Verkauf noch einmal auf den Prüfstand zu stellen. Sie platzte jedoch nach wenigen Tagen.

Die beiden Großaktionäre halten gemeinsam rund 15 Prozent an Xerox und lehnten den Verkauf an Fujifilm als schlechten Deal für die Anteilseigner ab. Deswegen klagten sie - und ein Richter stoppte auch vorläufig die Übernahme, weil er einen Interessenkonflikt bei Xerox-Chef Jacobson fand.

Xerox verwies auf diese Entscheidung als einen der Gründe für die Absage des Verkaufs. Außerdem habe Fujifilm nicht auf Forderungen nach einer Nachverhandlung reagiert. Jetzt soll der Verwaltungsrat umgehend über „strategische Alternativen“ beraten.

Xerox war zuletzt an der Börse knapp acht Milliarden Dollar wert. Die Firma war dank der Entwicklung des Fotokopierers zu einem der bekanntesten US-Unternehmen geworden.

Um neue Geschäftsbereiche zu erschließen, gründete Xerox das Forschungszentrum Parc, an dem unter anderem Laserdrucker und die grafische Bedienoberfläche für Computer erfunden wurden. Die Konzepte wurden von Firmen wie Apple oder Microsoft aufgegriffen und erfolgreich vermarktet. Xerox selbst kam am Ende jedoch nicht aus der Bürotechnik-Nische heraus.

THEMEN

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Ingolstadt/Wolfsburg. Im Abgasskandal geht die Justiz hart gegen VW-Spitzenpersonal vor. Audi-Chef Stadler muss wegen Verdunklungsgefahr in U-Haft. Die umfangreichsten strafrechtlichen Ermittlungen in Deutschland sind aber noch im Gange.mehr...

Leverkusen. Für die Übernahme des US-Konzerns Monsanto braucht Bayer viel Geld. Über Anleihen und die Ausgabe neuer Aktien sammeln die Leverkusener bei Anlegern Milliarden ein.mehr...

Palo Alto. Die Produktion von Teslas Model 3 kommt nicht so richtig in Fahrt. Zu den diversen technischen Problemen kommt jetzt auch noch ein Saboteur aus den eigenen Reihen hinzu, sagt zumindest Firmenchef Musk. Und auch ein Brand ist für ihn recht verdächtig.mehr...

San Francisco. Der jüngst vom Bayer-Konzern übernommene Saatgutriese Monsanto muss sich erstmals vor einem US-Gericht wegen angeblich verschleierter Krebsrisiken seines Unkrautvernichters Roundup mit dem umstrittenen Wirkstoff Glyphosat verantworten.mehr...

Peking/Washington. Geht es nach Donald Trump, soll die Hälfte aller chinesischen Einfuhren in die USA mit Strafen belegt werden. Peking will Vergeltung üben. Die beiden größten Volkswirtschaften der Welt stehen dicht vor einem Handelskrieg - die Sorge weltweit wächst.mehr...

Ingolstadt/Wolfsburg. Im Abgasskandal bekommt Audi-Chef Stadler die harte Hand der Justiz zu spüren. Wegen Verdunkelungsgefahr nahmen Ermittler ihn in U-Haft. Ein vorläufiger Nachfolger steht schon bereit.mehr...