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Zeit am Steuer vorgetäuscht: Fahrer nutzt Karte des Kollegen

Auf der Fahrt von Athen quer durch Europa nach Venlo soll ein griechischer Lastwagenfahrer kaum geschlafen und kürzere Lenkzeiten vorgetäuscht haben. Der 43-Jährige wurde auf der Autobahn 44 bei Werl mit seinem Sattelzug aus dem Verkehr gezogen, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Der Mann, der am Donnerstag auch seine Ehefrau und zwei Kinder dabei hatte, habe mindestens fünf Mal die Karte eines zweiten Fahrers genutzt, der aber bei der Kontrolle nicht an Bord gewesen sei. „Innerhalb von 2600 Kilometern hatte der Fahrer lediglich eine Ruhezeit von neun Stunden eingelegt“, hieß es bei der Polizei.

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Werl

, 06.07.2018

Der Mann müsse mit einem Bußgeld in Höhe von rund 13 000 Euro rechnen, für den Halter des Sattelzugs dürften nach Schätzungen der Polizei weitere 43 000 Euro hinzukommen.

Nach Angaben des Verbands Spedition und Logistik Nordrhein-Westfalen kommt Betrug mit einer zweiten Fahrerkarte zwar vor, Fälle wie dieser seien aber selten. Sie gebe es weniger bei größeren Spediteuren als bei selbstfahrenden Unternehmen, die auf lange Fahrtzeiten angewiesen seien. „Wegen der empfindlich hohen Strafen liegt die Zahl im Nullkommabereich“, sagte ein Verbandssprecher in Düsseldorf. Ein Lastwagen fährt laut Verband einen Monatsumsatz von durchschnittlich rund 20 000 Euro ein.