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Die innere Überzeugung ist zu selten vorhanden - wenn zwei Jung-Profis wie Weston McKennie und Ahmed Kutucu die mutigsten Spieler sind, spricht das nicht für den Rest der Mannschaft.

von Norbert Neubaum

Gelsenkirchen

, 10.02.2019 / Lesedauer: 2 min

Bei den Bayern, heißt es nach solchen Spielen oft, kann man verlieren.

Aber muss man auch?

Bei allem Respekt vor den Fähigkeiten des Rekordmeisters wirkte der FC Bayern München auch am Samstag im Defensiv-Verhalten nicht so stabil und ausbalanciert, als sei er unschlagbar. Neun Punkte hat die Mannschaft von Trainer Niko Kovac in dieser Saison zuhause schon abgegeben, in München punkteten beispielsweise Mannschaften wie Augsburg, Freiburg und Düsseldorf, die geringere Ambitionen als Schalke haben.

Ohne innere Überzeugung

Sie hatten offenbar den Glauben, aus München etwas mitzunehmen – Aufsteiger Düsseldorf sogar nach zwei Zwei-Tore-Rückständen. Bei Schalke ist dieser Glaube an sich selbst, eine tiefe innere Überzeugung, zu oft nicht zu erkennen.

Ein Glaube, wie ihn beispielsweise Werder Bremen bei der Pokal-Schlacht in der vergangenen Woche in Dortmund hatte. Oder wie ihn Hoffenheim am Samstag an gleicher Stelle bewies. Oder wie ihn Schalke nicht nur nach dem 0:4-Rückstand beim BVB dokumentierte – in der vergangenen Saison.


Jung-Profis noch am mutigsten

Der aktuellen Mannschaft ist ein solches Aufbäumen zumindest in der Bundesliga nicht zuzutrauen. Schalke kickte auch in München ganz ordentlich mit, aber es ist ein Unterschied, ob der innere Kompass auf „Vielleicht geht heute ja mal was“ oder „Heute geht was!“ eingestellt ist. Wenn mit Ahmed Kutucu und Weston McKennie zwei Jung-Profis diejenigen sind, die einem überlegenen Gegner noch am mutigsten Paroli bieten, spricht das für diese Talente, aber nicht für den Rest einer Mannschaft, die in dieser Saison nur Spiele gegen die Mannschaften gewinnt, gegen die ein Sieg quasi alternativlos ist.

Der Verdacht, dass es am Samstag gegen Freiburg reichen wird, liegt daher nahe. Aber insgesamt reicht es dann halt nicht.

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