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Der Tatortreiniger auf dem Redaktionsparkplatz und die richtige Schneehöhe für Radfahrer

hzWochenrückblick Schwerte

In der Wohnung, die an den Parkplatz der Redaktionsmitarbeiter grenzt, lag über Wochen eine Leiche. Und was wir sonst noch so in der vergangenen Woche erlebt haben.

Schwerte

, 27.01.2019 / Lesedauer: 4 min

Jeder Tag ist neu. Jeder Tag bringt eine neue Erkenntnis – auch für die Mitarbeiter in unserer Redaktion. An dieser Stelle präsentieren wir Ihnen unsere persönlichen Erkenntnisse der vergangenen Woche. Subjektiv, so wie die Journalisten es bei ihrer Arbeit nicht tun. Doch Vieles von dem, was wir recherchieren, bewegt uns genauso wie Sie – dienstliches und privates Engagement.

Petra Berkenbusch: Trügerische Ruhe auf dem Bürenbruch

Der Tatortreiniger auf dem Redaktionsparkplatz und die richtige Schneehöhe für Radfahrer

© Berkenbusch

So wie die Menschen auf dem Bürenbruch wohnen, würde ich gerne Urlaub machen. Ruhe, Grün, abgeschieden, aber dennoch nah am Stadtleben, ansehnliche Grundstücke, aber Vorsicht – unter Umständen weder Telefon noch Internet. Die Leitung verläuft überirdisch, ist ein bisschen anfällig und nicht besonders leistungsfähig. Und der nächste Funkmast steht hinterm Hügel. Deshalb ist auch das Smartphone kein zuverlässiger Begleiter. Apropos zuverlässig: Bis die letzte Störung auf dem Bürenbruch in allen Haushalten beseitigt war, hat die Telekom vier Wochen gebraucht. Im Urlaub würde das eine Minderung des Reisepreises ermöglichen.

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Jessica Will: Bei Grün bitte räumen!

Der Tatortreiniger auf dem Redaktionsparkplatz und die richtige Schneehöhe für Radfahrer

© Berkenbusch

In welchem Themenkomplex bewegen wir uns, wenn von „beide Linksabbieger räumen“ die Rede ist? Na, klar, logisch: Es geht darum, dass Linksabbieger an der Ampel grün haben. Der Fachmann sagt „räumen“, wenn die Autos die Fahrspur durch das Abbiegen verlassen. Habe ich im Gespräch mit dem Stadtplaner Jan Menges gelernt. Wie man es nennt, ist zweitrangig, denn zu oft wird der Linksabbieger an der Kreuzung am Bahnhof nicht geräumt. So richtig passt die Ampelschaltung dort nicht mehr, seit die Bahnhofstraße wieder frei ist. Die Folge: lange Staus. Die Stadt ist dran – und räumt das Problem hoffentlich bald aus dem Weg...

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Reinhard Schmitz: Tatortreiniger auf dem Parkplatz

Der Tatortreiniger auf dem Redaktionsparkplatz und die richtige Schneehöhe für Radfahrer

© Reinhard Schmitz

Auseinandergerissene Möbelteile, eine alte Matratze, Kartons. Ein Haufen Sperrmüll türmte sich am Mittwochmorgen auf dem Parkplatz, den ich nahe der Redaktion gemietet habe. Ein Eckchen war glücklicherweise fast frei. Um meinen Polo dort abstellen zu können, schob ich mit dem Fuß ein paar Glasscherben und Holzstückchen zur Seite. Als ich noch ein paar Nägel aufsammelte, warnte mich eine Stimme: „Nichts anfassen, das ist alles kontaminiert!“ Sie kam von den Tatortreinigern, die eine Wohnung entrümpelten, in der wochenlang ein Toter gelegen hatte – während ich dort tagtäglich mein Auto abstellte.

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Björn Althoff: Radpendlerkompatible Schneehöhe

Der Tatortreiniger auf dem Redaktionsparkplatz und die richtige Schneehöhe für Radfahrer

Ensemble © Björn Althoff

Es mag viele überraschen, aber im Winter ist es auch mal kalt. So wie jetzt. Gefühlte minus 15 Grad, wenn man morgens in Richtung Frühdienst aus dem Haus geht. Jetzt gibt es ja unterschiedliche Herangehensweisen an den Winter: Man kann in absolute Panik verfallen, den Bürgersteig vollstreuen mit aggressivem Salz, sich dann ins Auto setzen und maximal mit 10 km/h umherjuckeln. Falls es irgendwo doch glatt sein sollte. Falls sich irgendwo auf der seit Tagen trockenen Straße Eis gebildet haben sollte, aller physikalischen Logik zum Trotz. Eine andere Variante: Man kann vorsichtig hinausschauen und dann eine überlegte Entscheidung treffen – je nachdem, ob es weiß ist oder nicht, ob also Glätte droht oder nicht. Oder aber: Man fühlt sich einfach stärker als das Wetter. Pendelt genauso wie immer von Dortmund nach Schwerte mit Rad und Bahn. Ist ja bei unter einem Zentimeter Schnee auch kein Problem. Man darf sich nur nicht schief in die Kurve lehnen. Das geht erst wieder, wenn der Schnee so hoch liegt wie jetzt in Bayern.

Heiko Mühlbauer: Vorsichtshalber Deckung nehmen

Der Tatortreiniger auf dem Redaktionsparkplatz und die richtige Schneehöhe für Radfahrer

© picture alliance/dpa

Ring, Ring, Ring, Ring - bums, und schon ist die Polizei im Haus. Den Zugriff des SEKs in Ergste kann man sich nach wie vor im Internet ansehen. Bislang kannte ich so etwas nur aus dem Krimi. In diesem Fall war ja tatsächlich der Gesuchte im Haus. Dass es durchaus auch einige Fälle gibt, in denen die Spezialbeamten in die falsche Wohnung geraten sind, bestätigt sogar die Staatsanwaltschaft. Eines ist sicher, wenn ich abends gemütlich vor dem Fernseher sitze, und es klingelt viermal an der Haustür, lege ich mich künftig auf den Boden und ergebe mich. Man kann ja nie wissen und Gegenwehr ist wahrscheinlich verhängnisvoll.

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Aileen Kirstein: Papier sprechen lassen

Der Tatortreiniger auf dem Redaktionsparkplatz und die richtige Schneehöhe für Radfahrer

© picture alliance/dpa

Für den Organspendeausweis habe ich mich schon immer im Familien- und Freundeskreis stark gemacht. Ich persönlich würde im Falle des Falles meine Organe bereitwillig hergeben. Seit dieser Woche habe ich eine neue Mission: die Patientenverfügung. Ein Dokument, das verrät, wie die eigene medizinische Versorgung aussehen soll, wenn man seinen Willen selbst nicht mehr äußern kann. Die Verfügung kannte ich schon vorher von meinen Großeltern. An eine eigene Patientenverfügung habe ich aber nie gedacht. Schön blöd, denke ich jetzt im Nachhinein. Schließlich sind Krankheit, Unfall oder Koma keine Altersfrage.

Annette Theobald-Block: Theater jenseits von Raum und Zeit

Der Tatortreiniger auf dem Redaktionsparkplatz und die richtige Schneehöhe für Radfahrer

© 44793 Bochum

Im Dortmunder Schauspielhaus erlebte ich am Donnerstag ein Theaterprojekt jenseits von Zeit und Raum. Erzählt wurde das Leben von Fred in zwei möglichen Varianten zeitgleich von Schauspielern in Dortmund und Berlin. Das Bühnengeschehen wurde parallel übertragen in das Schauspielhaus der anderen Stadt, die Geschichte zeitlich gegensätzlich erzählt. In Berlin begann sie mit Freds Geburt, in Dortmund mit seinem Tod. Bei Freds Hochzeit prallen die Lebensläufe aufeinander, die Charaktere werden sich ihrer Beliebigkeit aber auch ihrer Möglichkeiten bewusst. Gedankenfutter über die Angst der Menschen vor Beliebigkeit.

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