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Hilft gemeinsames Frühstücken tatsächlich den Unternehmern und der Stadt Schwerte?

hzBNI-Chapter St. Viktor

Man kennt sich, man schätzt sich, man empfiehlt sich weiter - das ist das Prinzip einer Vereinigung von Unternehmern, die es nun auch in Schwerte gibt. Die Eintrittskarte kostet 1175 Euro.

Schwerte

, 12.03.2019 / Lesedauer: 3 min

Donnerstags müssen sie früh aufstehen. Um 7 Uhr beginnt das Frühstück in der Rohrmeisterei. Mehrere Dutzend Mitglieder hat das BNI-Chapter St. Viktor mittlerweile.

„BNI“ steht für „Business Network International“, für eine Netzwerk-Idee, die Ivan Misner 1985 in Kalifornien in eine Struktur umsetzte. Seitdem sind in vielen Ländern Chapter gegründet worden. In Dortmund gibt es mehrere, Unna hat bald eins - und in Schwerte gab es am 28. Februar das Gründungsfrühstückstreffen.

„Wir gehen jetzt auf die 50 zu, wahrscheinlich sind wir das Chapter in Deutschland, das direkt nach der Gründung am meisten Mitglieder hat“, sagt Wolfgang Horsthemke, Führungskräftetrainer und gewählter Chapterdirektor von St. Viktor.

Chapterdirektor: „Der Bürgermeister muss die Idee sogar lieben“

An Selbstbewusstsein mangelt es Horsthemke nicht, wenn er über die Ziele spricht: Jeder einzelne Unternehmer wolle und können durch die Chapter-Mitgliedschaft höhere Umsätze erzielen. Aber auch die Stadt profitiere. Man mache die Geschäfte ja untereinander, also nicht mit Firmen aus anderen Städten.

„Der Bürgermeister muss die Idee also nicht nur akzeptieren - er muss sie sogar lieben“, findet Horsthemke. Mehr Geschäfte der Schwerter untereinander - das sei ja gleichbedeutend mit mehr Gewerbesteuern und mehr Einkommenssteuern.

Wie es nun zu den Geschäften untereinander kommt? In jedem Chapter ist nur Platz für einen Betrieb pro Branche. Ist schon ein Fliesenleger, Zahnarzt, Steuerberater oder Autohändler drin, ist kein Platz mehr für einen weiteren.

Wer Teil des Chapters werden wolle, müsse die BNI-Gebühr zahlen, so Horsthemke: 1175 Euro. „Der Vertrag läuft ein Jahr, danach muss man einen neuen Antrag stellen.“ Und neu zahlen.

Termin in zwei, drei Tagen statt in vier bis sechs Wochen?

Warum das lukrativ sein könnte für die Unternehmen? Sie können, dürfen, müssen sich untereinander empfehlen. Deshalb gibt es ja jede Branche nur einmal im Chapter.

Ein Vorteil untereinander: „Wir sehen unsere Kunden als VIP-Kunden“, unterstreicht der Chapterdirektor. Soll heißen: Wo normale Kunden vier bis sechs Wochen auf den Handwerker warten, bekommt das Chapter-Mitglied schon einen Termin in zwei oder drei Tagen.

Und falls sich herausstellt, dass ein Mitglied doch gar nicht so empfehlenswert ist? Kein Problem, findet Horsthemke. Wer dem Qualitätsanspruch nicht gerecht werde oder wer ethisch und moralisch nicht einwandfrei sei, der erhalte vom Mitgliedsauschuss im kommenden Jahr eben keine Zusage mehr.

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