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Ausnahmsweise selbst ein Underdog

DORTMUND Die Rollen sind klar verteilt. Wenn Borussia Dortmunds Frauen am Mittwoch (19.30 Uhr) den 1. FC Nürnberg im Viertelfinale des DHB-Pokals empfangen, rechnet niemand ernsthaft mit einer Überraschung.

von Von Thomas Rellmann

, 26.02.2008
Ausnahmsweise selbst ein Underdog

Miranda Robben kehrt in den Kader zurück.

Die jüngsten Auftritte des BVB geben dazu auch nicht im Ansatz einen Anlass. Trainer Thomas Happe spricht ohnehin lieber von einem „Bonbon“ und fügt an: „Wenn ich den Fokus nur auf dieses Spiel richten würde, wäre ich am falschen Platz.“ Keine Frage, die Meisterschaft – nichts anderes – zählt. Und diese Aufgabe wird schwierig genug.

Aussprache

Also, könnte man meinen, gehen die Schwarzgelben ohne jeden Druck in die Begegnung mit dem Top-Team. Nicht ganz, schließlich geht es darum, Reputation beim Publikum zurück zu gewinnen. Nach dem mehr als enttäuschenden 30:30 gegen Lintfort stehen die Gastgeber zumindest in kämpferischer Hinsicht in der Pflicht. Einen derart blutleeren Auftritt wie am Samstag möchten sich alle ersparen.

In einer Aussprache zwischen Mannschaft und Trainer am Montag wurden auch unangenehme Dinge thematisiert. „Kaum ein Team kann es kompensieren, wenn sich eine oder zwei Spielerinnen Auszeiten nehmen. Und das wie gegen Lintfort für alle gilt, bekommt man nie einen runden Lauf“, kritisierte Happe scharf.

Besserung ist aber in Sicht: Miranda Robben und Kim Abdoelhafiezkhan sind zwar noch leicht geschwächt, stehen aber im Kader. Auch Friederike Lütz noch lange nicht bei 100 Prozent. Das eröffnet nicht nur alle Varianten im Angriff, sondern auch Stabilität in der Deckung. Die braucht es gegen den FCN auch. „Wir sind der klare Underdog gegen diese Wahnsinnstruppe. Aber was aus dieser Rolle möglich ist, bekommen wir ja jede Woche in der 2. Liga selbst zu spüren“, so Happe.

Noch nicht verdaut

Hoffnungslosigkeit klingt anders. Allerdings merkt man dem Coach auch an, dass er das Lintfort-Spiel noch nicht völlig verdaut hat. „Klar, dass man irgendwann in der Saison mal einsackt. Aber gegen solche Gegner muss es trotzdem immer reichen.“ Sofern die Einstellung stimmt.

In diesem Punkt ist Happe für Mittwoch überhaupt nicht bange: „Jeder wird sich reinhängen.“ Selbst das wäre im Vergleich zu Samstag schon ein Schritt nach vorn.