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BVB-Damen bejubeln „tollen Fang“ Dagmara Kowalska

Transfercoup

DORTMUND Nun ist den BVB-Handballerinnen tatsächlich der große Transfercoup gelungen. Dagmara Kowalska wird ab sofort den Bundesligisten verstärken, und Andreas Heiermann wollte gestern seine Freude über die Verpflichtung auch gar nicht verbergen. „Damit ist uns ein toller Fang gelungen, wir haben unsere absolute Wunschspielerin für uns gewinnen können“, erklärte der 1. Stellvertretende Abteilungsleiter.

von Von Gerd Strohmann

, 28.07.2009
BVB-Damen bejubeln „tollen Fang“ Dagmara Kowalska

Dagmara Kowalska war die absolute Wunschspielerin des BVB.

Die Polin spielte zuletzt beim insolventen Play-off-Finalisten und Zwangsabsteiger (Oberliga) SC Markranstädt, in der Saison zuvor trug sie die Farben des VfL Oldenburg. Heiermann ist voll des Lobes über den Neuzugang, der vor allem im linken Rückraum zum Einsatz kommen soll. „Sie ist menschlich sensationell“, bescheinigt er Dagmara Kowalska, die bereits 105 Mal das polnische Nationaltrikot trug. Und, auch nicht ganz unwichtig, sie passe zudem prima ins Gehaltsgefüge. Dennoch werde er nach der Verpflichtung noch ein oder zwei potentielle Sponsoren ansprechen. Weitere Zugänge seien nicht geplant, „der Kader ist komplett“. Dagmara Kowalska gab bereits am Wochenende ihr Debüt im Dortmunder Dress. Und das konnte sich wahrlich sehen lassen. Beim 31:27-Erfolg am Samstag in Trier erzielte sie acht Treffer, bei der 19:31-Niederlage gestern in Bohnte/Osnabrück gegen Blomberg verbuchte sie sieben Tore, dabei verwandelte sie insgesamt elf Siebenmeter. „Wir haben innerhalb von 24 Stunden unsere beiden Gesichter gezeigt“, betonte gestern Trainer Gustl Wilke, und wollte weder den Sieg noch die deutliche Niederlage gegen die Liga-Konkurrenten überbewertet wissen. Den Trierern hätten immerhin vier Leistungsträger gefehlt, „wir aber waren bis auf Annika Busch komplett und haben auch wirklich gut gespielt“. Das Unheil nahm dann allerdings auf der Heimfahrt seinen Lauf. Die Borussinnen blieben auf dem Rückweg von Trier mit dem Bus liegen, ein Ersatz traf erst nach vier Stunden ein, „wir waren erst um zwei Uhr nachts wieder in Dortmund“. Entsprechend ging es gestern zum nächsten Test, „wir lagen schon nach zehn Minuten 1:8 zurück“, betonte Wilke. Und als dann noch Stella Kramer Anfang der zweiten Hälfte Rot sah, „da hatten wir auch kaum noch Alternativen“. Aber das konnte die Freude über den Transfercoup gar nicht schmälern.