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Bitter, bitter, bitter

DORTMUND So viel Pech hatten sie wahrlich nicht verdient: Zwei 20:21-Niederlagen, eine unglücklicher als die andere, zerstörten die schwarzgelben Träume vom nationalen Titel.

Bitter, bitter, bitter

Ratlos angesichts dieser großen Portion Pech: Die BVB-Mädels.

Die weibliche B-Jugend des BVB musste sich beim Final Four um die Deutsche Meisterschaft in Bad Wildungen gleich doppelt knapp geschlagen geben. Trainerin Janett Eißing gewann eine bittere Erkenntnis: „So leicht wird es wohl nicht nochmal.“ Einen neuen Anlauf wird ein Großteil der Truppe im nächsten Jahr nehmen – als A-Jugendliche.

Schlüsselszenen

Die Schlüsselszenen des Wochenendes ereigneten sich bereits am Samstag. Im Halbfinale gegen den leicht favorisierten HSC 2000 Magdeburg, der das Endspiel in letzter Sekunde 19:20 gegen den TV Großbottwar verlor, sah es lange nach dem erhofften Happy End für Schwarzgelb aus. 9:7 führte der BVB zur Pause, später sogar mit 15:11. Doch dann folgte eine Phase, die sich auch das Trainerduo Eißing/Klaus Krüger nur schwer erklären konnte. „Wir haben das Tempo rausgenommen, sofort passte es im Angriff nicht mehr“, klagte Eißing. Warum? „Keine Ahnung.“ Konzentrationsmängel? „Wir hatten bislang die ganze Saison nur schwächere Gegner, vielleicht war die Situation ungewohnt.“ Magdeburg nutzte sie eiskalt aus, ging über sechs Tore in Serie mit 17:15 in Führung. Dortmund kam nochmal zurück, 17:17 nach regulärer Spielzeit. Es war noch nicht das Ende einer Partie mit zwei starken Abwehrreihen.

Was folgte, waren die vielleicht bittersten Momente der jungen Laufbahnen. Im Siebenmeterwerfen behielt Magdeburg die Nerven. Eine Parade von Kira Steinhaus reichte Borussia nicht, weil zwei Würfe nicht ins Ziel fanden. Klar, dass bei so einem Ende die Enttäuschung riesig war. Die Wut musste raus, die Tränen erst recht. „Auch wir Trainer mussten damit erstmal fertig werden“, gestand Eißing.

Das kleine Finale gegen den ebenfalls vom Siebenmeterpunkt unterlegenen ASC/VfV Spandau (26:28 gegen Großbottwar) sollte tags darauf zum Trostpflaster werden. Doch auch diesmal brachte der BVB weder eine 13:12-Halbzeitführung noch einen Drei-Tore-Vorsprung (20:17) kurz vor Schluss ins Ziel. Vier Treffer der Berliner in den Schlussminuten ließen auch diesen Wunsch platzen.

Mentaler Faktor

„Wahnsinn. Nochmal der gleiche Punkt“, stöhnte Eißing. Trotz absoluter Fitness stand ihr Team letztlich ohne die ersehnte Medaille da. Es war wohl der mentale Faktor, der dem Team an beiden Tagen einen Strich durch die Rechnung machte. Es hätte auch genau anders herum laufen können.

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